Zweitliga-Absteiger VfL Osnabrück steht unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung.

Zwei Tage nach dem sportlichen Scheitern in der Relegation gegen Dynamo Dresden sind am Donnerstag von vier Ermittlern der Steuerfahndung Oldenburg die Geschäftsstellenräume der Niedersachsen sowie die Wohnungen von 18 Spielern durchsucht worden.

Dies meldet die Neue Osnabrücker Zeitung in ihrer am Freitag erscheinenden Ausgabe.

Bei einer Betriebsprüfung des Finanzamtes für den Zeitraum von 2006 bis 2009 sollen schwerwiegende Mängel in der Buchführung festgestellt worden sein.

Gegen die Profis der Norddeutschen wird ausdrücklich nicht ermittelt, sie gelten als Zeugen.

In einer ersten inoffiziellen Stellungnahme sprachen die Osnabrücker von einem völlig überzogenen Verfahren. Eine offizielle Erklärung zu einem späteren Zeitpunkt angekündigt.

Weiteres Ungemach könnte dem VfL durch den DFB drohen. Der Kontrollausschuss hat nach den Vorkommnissen beim Relegationsspiel der Osnabrücker am Dienstag gegen Dynamo Dresden (1:3 n.V.) ein Ermittlungsverfahren eingeleitet und beide Vereine um eine Stellungnahme gebeten.

Zahlreiche Gästefans hatten nach Spielende den Rasen gestürmt und sich Rangeleien mit Polizisten und Ordnungskräften geliefert. Zudem kam es zu Sachbeschädigungen im Stadion an der Bremer Brücke.

Anhänger der Osnabrücker hatten ebenfalls randaliert und versucht, sich Zutritt zum VIP-Raum zu verschaffen. Wegen der angespannten Lage pfiff Schiedsrichter Torsten Kinhöfer aus Herne die Partie 16 Sekunden zu früh ab.

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