Absteiger VfL Osnabrück hat auf die Anschuldigungen der Steuerfahndung reagiert und in einer Stellungnahme dem Verdacht der Steuerhinterziehung widersprochen.

"Der Vorwurf der verdeckten Lohnzahlung an Spieler und die damit im Zusammenhang stehende Unterlassung von Lohnsteuerzahlungen, Leistungen von Nebenabgaben und Sozialversicherungsbeiträgen entspricht nicht der Wahrheit", sagte VfL-Geschäftsführer Ralf Heskamp.

"Der Verein hat sämtliche Unterlagen im Rahmen der Betriebsprüfung offen gelegt und sich in jeder Hinsicht kooperativ gezeigt", fügte er hinzu. Zudem weist der Verein Vorhaltungen zurück, dass er Einnahmen aus Eintrittsgeldern nicht vollständig angegeben habe.

Das Präsidium der Niedersachsen verurteilte den Zeitpunkt der Anschuldingungen und die Vorgehensweise der Steuerfahndung. Der Klub, der Dienstag Dynamo Dresden in der Relegation mit 1:3 unterlag, muss bis zum 1. Juni seine Liquidität nachweisen, um die Lizenz für die Dritte Liga zu erhalten.

Der VfL befinde sich jetzt nach dem Abstieg ohnehin in einer schwierigen sportlichen Situation, sagte Vizepräsident Gert Lehker: "Wir sind auf der Suche nach einem neuen Trainer und müssen eine schlagfertige Mannschaft formen."

Präsident Dr. Dirk Rasch ergänzte: "Wir setzen darauf, dass Fans und Sponsoren durch diese Schlagzeilen nicht nachhaltig in ihrem Vertrauen in den Verein irritiert werden."

Beamte der Steuerfahndung hatten die Geschäftsräume des Vereins durchsucht sowie Wohnungen von aktuellen und ehemaligen Spielern.

Dabei beschlagnahmten sie Unterlagen und sicherten Daten von Festplatten.

Bei einer Betriebsprüfung des Finanzamtes für den Zeitraum von 2006 bis 2009 sollen schwerwiegende Mängel in der Buchführung festgestellt worden sein.

Gegen die Profis der Norddeutschen wird ausdrücklich nicht ermittelt, sie gelten als Zeugen.

Bei den insgesamt neun Beschuldigten handelt es sich um aktuelle und bereits ausgeschiedene Mitglieder des Vorstandes und der Geschäftsführung.

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