Der bis zuletzt finanziell angeschlagene TSV 1860 München und alle weiteren 35 Klubs der 1. und 2. Bundesliga haben am Montag vom Lizenzierungsausschuss des Ligaverbandes die Zulassung für die neue Saison erhalten.

Damit wurde keinem der 36 Erst- und Zweitligisten die Lizenz für die kommende Spielzeit verweigert. Vor allem bei den Sechzigern herrschte pünktlich zum Trainingsauftakt anschließend pure Erleichterung.

"Damit hat ein monatelanges, nervenaufreibendes Sanierungs- und Rettungsprogramm einen glücklichen Abschluss gefunden", sagte 1860-Präsident Dieter Schneider:

"Wir bedanken uns nochmals bei allen Beteiligten für ihre erhebliche Mithilfe. Nun liegt es an uns zu beweisen, dass ein derartiges Investorenmodell in Deutschland zum wirtschaftlichen und sportlichen Erfolg führen kann und gleichzeitig die Identität des Vereins erhalten bleibt."

Sportdirektor Florian Hinterberger meinte: "Das ist ein kleines Wunder. Es war ganz harte Arbeit nötig. Ohne Präsident Dieter Schneider wäre das alles nie möglich gewesen."

Am Montag wurde zudem bekannt, dass Führungsspieler Benjamin Lauth seinen Vertrag bei den Löwen bis Ende Juni 2014 verlängert hat.

Nach seinem Einstieg bei 1860 und der geretteten Lizenz schmiedet der jordanische Geschäftsmann Hasan Ismaik große Pläne. In naher Zukunft sei der Aufstieg in die Bundesliga das Ziel, sagte Ismaik dem Nachrichtenmagazin Spiegel.

"Der Verein hat enormes Potenzial. Wir wollen in zwei, spätestens drei Jahren wieder in der ersten Bundesliga sein", sagte der erste arabische Investor im deutschen Profifußball.

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