Aufsteiger Hansa Rostock hat auf das wiederholte Fehlverhalten seiner Fans reagiert und unter anderem den Dauerkartenverkauf für die kommende Saison in der Zweiten Liga geändert.

Demnach können auf der Südtribüne lediglich die ersten fünf Heimspiele gekauft, erst danach können "ratenweise" die nächsten Pakete erworben werden.

"Aufgrund der Vorkommnisse und nach Auswertung des letzten Heimspiels der vergangenen Saison sahen wir uns gezwungen, konsequente Maßnahmen zu ergreifen", sagte der Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann:

"Wir werden die kommende Hinrunde als Indikator zur Beurteilung der Zukunft der Südtribüne aufmerksam verfolgen und sind davon überzeugt, dass das Vertrauen wieder aufgebaut wird."

Fans der Rostocker hatten im Laufe der Saison mehrfach negativ auf sich aufmerksam gemacht. Während der Partie gegen Rot Weiss Ahlen hatten Anhänger Pyrotechnik eingesetzt.

Zudem wurde ein Banner mit dem Konterfei des getöteten Terror-Chefs Osama bin Laden aufgehängt, versehen mit dem Spruch "Bin aufgestiegen".

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hatte gegen Rostock wegen dieser und weiterer Vorkommnisse eine Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verhängt. Hansa hatte zehn Stadionverbote ausgesprochen und angekündigt, die Strafe zivilrechtlich bei den Verursachern einzuklagen.

Der weitere Maßnahmenkatalog sieht unter anderem die Präsenz von Ordnungskräften auf der Südtribüne vor.

Fallen Hansa-Fanklubs zukünftig nachweislich durch vereinsschädigendes Verhalten auf, behält sich der Verein vor, diese als offizielle Fanklubs auszuschließen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel