Unvollständige Kader, kaum Regeneration und massive wirtschaftliche Einbußen: Der früheste Saisonstart in der Geschichte der 2. Bundesliga bringt vor allem die Trainer in Rage.

"Der frühe Start ist scheiße! Ich habe mit einigen Kollegen gesprochen. Niemand kann das verstehen. Normalerweise braucht ein Spieler fünf Wochen Urlaub und sechs Wochen Vorbereitung. Wir haben jetzt drei Wochen Urlaub und vier Wochen Vorbereitung", sagte Bochums Trainer Friedhelm Funkel der "Sport Bild".

Rebelliert hat Fast-Aufsteiger Bochum, der erst in der Relegation gegen Borussia Mönchengladbach gescheitert war, bei der Abstimmung über den Start der am 15. Juli beginnenden Zweitliga-Saison aber kurioserweise nicht.

Nur der FSV Frankfurt hatte eine Gegenstimme abegeben.

FSV-Trainer Hans-Jürgen Boysen nennt die Gründe: "Die Liga startet mitten in den großen Ferien. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass das wirtschaftliche Einbußen für die Vereine zur Folge hat."

Ein weiteres Problem sind die Neuzugänge. Da die Spieler bei anderen Klubs noch bis 30. Juni unter Vertrag stehen, können einige Transfers frühestens zwei Wochen vor Saisonbeginn über die Bühne gehen. Außer, die Spieler erhalten vom abgebenden Verein eine vorzeitige Freigabe.

"Wir zahlen alle Spieler bis zum 30. Juni. Wer uns verlässt, bekommt trotzdem eine vorzeitige Freigabe", sagte Eintracht Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen.

Allerdings gibt es auch Befürworter der neuen Regelung. "Die 2. Liga hat dadurch die Möglichkeit, sich selbstständig zu profilieren. Das ist eine gute Sache", sagte Präsident Helmut Hack vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth. Die Bundesliga startet erst drei Wochen später in die neue Saison.

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