Angesichts des zunehmenden Gewaltproblems haben sich Zweitliga-Aufsteiger Hansa Rostock und seine aktive Fan-Szene auf einen Verhaltens-Kodex geeinigt.

Die Anhänger versicherten dem Verein, "der eigenen Heimat mit Respekt und Wertschätzung" zu begegnen. Dazu gehöre auch die Einhaltung der Stadionregeln und damit das Nichtabbrennen von Pyrotechnik.

Im Gegenzug bietet Hansa für die von den Ultras genutzte Südtribüne nun doch Jahreskarten an und verzichtet auf eine ursprünglich vorgesehene "Stückelung" bei der Vergabe.

Allerdings kann der Vorstand bei Zwischenfällen künftig Sofortmaßnahmen wie die Schließung der Südtribüne einleiten.

Dem Kodex, den der Verein als "Meilenstein in der Kommunikation zwischen Fans und Verein" lobte, ging eine Diskussion zwischen den Klubverantwortlichen und etwa 600 Anhängern voraus.

"Wir sind davon überzeugt, dass der bestehende Kodex auch gelebt wird und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung ist", sagte Rostocks Vorstandschef Bernd Hofmann.

In der vergangenen Saison stand Hansa kurz davor, vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einem sogenannten "Geisterspiel" bestraft zu werden, weil sowohl im heimischen Stadion als auch auswärts immer wieder bengalische Feuer gezündet worden waren.

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