Zweitligist Hansa Rostock hat im vergangenen Geschäftsjahr offenbar ein Minus von 600.000 Euro verbucht.

Durch diesen Verlust und eine Rückstellung in Höhe von 4,4 Millionen Euro wegen eines noch anhängigen Steuerverfahren stiegen die Verbindlichkeiten der abstiegsbedrohten Rostocker auf insgesamt 15,8 Millionen Euro. Diese Zahlen sollen auf der Mitgliederversammlung Hansas am kommenden Sonntag präsentiert werden.

"Wir haben die Situation momentan im Griff, sie lässt aber keine großen Sprünge zu", sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann der "Ostsee Zeitung".

Nach Angaben von Hofmann sei der Verlust vor allem den Aufstiegs- und Punktprämien geschuldet. `Diese Prämien haben wir gerne gezahlt. Ohne sie hätten wir ein Plus von mehr als 100.000 Euro erwirtschaftet."

Seit seinem Amtsantritt im Mai 2010 hat Hofmann einen drastischen Sparkurs beim letzten DDR-Meister eingeführt. So wurden beispielsweise in der vergangenen Saison die Personalkosten um 44 Prozent gesenkt.

Für das kommende Geschäftsjahr rechnet der Verein erstmals seit vier Jahren sogar mit einem Gewinn. Der Klub plant mit einem Erlös von etwa 150.000 Euro. Trotz der angespannten Finanzlage plant Hansa in der Winterpause mit Verstärkungen. Finanzierungsmöglichkeiten würden derzeit geprüft, erklärte Hofmann.

Die Rostocker liegen nach ihrem Aufstieg mit nur einem Sieg und insgesamt elf Punkten auf Platz 15 der Tabelle. Der Vorsprung auf einen Abstiegsrang beträgt lediglich zwei Zähler.

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