Fußball-Zweitligist Hansa Rostock hat nach den Ausschreitungen im Rahmen des Spiels gegen den FC St. Pauli (1:3) vier Täter identifiziert.

Dies bestätigte Hansas Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann. Die Personen sollen während des Spiels Schals und weitere Pauli-Fanartikel abgebrannt haben.

"Wir werden gegen diese Personen Strafanzeige stellen", sagte Hofmann. Zudem drohen den Rostocker Anhängern Stadionverbote.

Hofmann betonte, dass die Auswertung der Videoaufnahmen durch die Polizei noch andauere.

Bis zum Mittwoch muss der Verein zu den Vorfällen eine Stellungnahme beim Deutschen Fußball-Bund abgeben.

Ein Urteil könnte, so Hofmann, Anfang nächster Woche gesprochen werden.

Hansa droht als Wiederholungstäter eine drakonische Strafe durch den DFB, sogar ein "Geisterspiel" ohne Zuschauer ist im Bereich des Möglichen.

Rostock war in dieser Saison bereits nach dem Spiel bei Eintracht Frankfurt für seine gewalttätigen Fans verurteilt worden.

Hansa musste zwei Auswärtsspiele auf seine Anhänger verzichten und den betroffenen Vereinen Erzgebirge Aue und Fortuna Düsseldorf je 25.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Nach Angaben der Polizei hatte es bei Ausschreitungen am Samstag insgesamt zehn Verletzten, darunter acht Polizisten gegeben.

Die Beamten leiteten gegen 33 Personen Ermittlungsverfahren wegen Verdachtsfällen von Landfriedensbruch, Körperverletzung oder auch Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.

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