Zweitligist FC St. Pauli hat sich auf seiner Jahreshauptversammlung klar gegen Gewalt im Fußball positioniert.

"Ich bin stolz, Mitglied eines Klubs zu sein, dessen Fundament die Ablehnung von Gewalt ist", sagte Präsident Stefan Orth auf der Veranstaltung am Dienstagabend.

Damit zielte Orth vor allem auf die jüngsten Vorfälle im Ligaspiel bei Hansa Rostock an, die er verurteilte.

Beim 3:1-Sieg der Hamburger am vergangenen Samstag hatten vornehmlich Rostocker Chaoten für eine Spielunterbrechung gesorgt, auch außerhalb der Arena gab es Ausschreitungen.

Insgesamt wurden zehn Personen verletzt, darunter acht Polizisten. Gegen 33 Randalierer wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Seine Finanz-Bilanz hatte der Klub schon Anfang November vorgelegt, und diese war durchweg positiv: Dank des zwischenzeitlichen Aufstiegs in die Bundesliga verdoppelte sich der Umsatz des Klubs von 16,7 Millionen Euro (2009/10) auf 33,6 Milionen Euro in dem am 30. Juni abgelaufenen Geschäftsjahr.

Dabei erwirtschaftete der Verein einen Rekordgewinn in Höhe von 5,3 Millionen Euro.

"Das ist das beste Ergebnis der Vereinsgeschichte, auf das wir stolz sein können. Die Entwicklung, die der Verein in den letzten Jahren genommen hat, ist sehr positiv", sagte Orth, "wir befinden uns auf einem guten Weg und sind für die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, gerüstet."

Im Jahr zuvor hatte der Kiez-Klub noch 200.000 Euro Verlust gemacht.

"Konsolidierte Verbindlichkeiten" (Orth) in Höhe von 20 Millionen Euro habe der Klub durch den abgeschlossenen Neubau von Süd- und Hauptribüne.

Durch die kommenden Arbeiten an den weiteren Tribünen sollen weitere 20 Millionen entstehen.

Durch die neuen Tribünen habe der Klub allerdings in der vergangenen Saison Zusatzeinnahmen von drei Millionen Euro generiert.

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