Der FC St. Pauli hat auf seiner Jahreshauptversammlung am späten Dienstagabend trotz seiner geographischen Nähe zum Rotlichtviertel das Aus für Nackttänzer beschlossen.

In einer Abstimmung votierte die deutliche Mehrheit der 904 anwesenden Mitglieder mit Stimmrecht gegen Striptease-Einlagen im Millerntor-Stadion. Das bedeutet das Aus für die Tänzerinnen in der vom Nachtklub "Susis Show Bar" angemieteten Loge.

Zudem erteilten die Mitglieder der Lockerung der 50+1-Regel eine klare Absage. Für die Ausgliederung der Profiabteilung und den Verkauf an einen Investor ist fortan eine Dreiviertelmehrheit notwendig. "Das ist ganz in unserem Sinne. Wir sind ein Verein, und wir wollen keine Gesellschaft werden, die irgendeinem Menschen gehört, der hier mit dem großen Geld einsteigt. Bei uns sollen die Mitglieder entscheiden", sagte Präsident Stefan Orth.

Der Antrag, 422 Business-Seats der Hauptribüne in normale Sitzplätze umzuwandeln, wurde abgelehnt. Allerdings sicherte der Vereinsvorstand eine flexible Handhabung zu, falls nicht alle dieser hochpreisigen Sitze belegt sind.

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