Nach dem Rückzug des Hauptsponsors herrscht beim Zweitligisten Hansa Rostock Alarmstimmung.

Der Vorstandsvorsitzende Bernd Hofmann sieht auf den Verein durch seine krawallbereiten Anhänger möglicherweise eine "existenzbedrohende Situation" zukommen.

"Wenn wir die Zustände im eigenen Stadion nicht in den Griff bekommen, bleiben nicht nur die Zuschauer weg, sondern auch unsere Wirtschaftspartner werden sich zurückziehen", sagte Hofmann der "Ostsee-Zeitung".

Am Mittwochnachmittag hatte Hansas Hauptsponsor (Veolia Umweltservice) angekündigt, sein Engagement spätestens nach Ablauf der Saison zu beenden. "Die regelmäßigen Ausschreitungen schädigen nicht nur die Reputation des Vereins, sondern auch die der Sponsoren", hatte Christian Knaape, Geschäftsführer des Unternehmens erklärt.

Sollten in dieser Spielzeit weitere Ausschreitungen vorkommen, behält sich das Unternehmen auch einen sofortigen Ausstieg vor. Beim ebenfalls brisanten Ost-Derby gegen Union Berlin am Freitag (18.00 Uhr) stehen die Hansa-Fans unter verstärkter Beobachtung.

Hofmann zeigte sich von der Ankündigung überrascht, da beide Parteien sich eigentlich für ein Gespräch über eine weitere Zusammenarbeit am 2. Dezembar treffen wollten. "Das ist ernüchternd und trifft uns hart", sagte der seit Mai 2010 amtierende Vorsitzende.

Auslöser für den Rückzug waren offenbar die Krawalle beim 1:3 gegen den FC St. Pauli am vergangenen Samstag. Nach Angaben der Polizei wurden dabei insgesamt zehn Personen verletzt, darunter acht Polizisten.

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