Der Präsident von Union Berlin, Dirk Zingler, hat sich in der anhaltenden Diskussion um das Abbrennen von Pyrotechnik in Stadien für eine Legalisierung ausgesprochen.

"Dass es einen Wunsch nach Legalisierung gibt, finde ich richtig. Wenn die Ultra-Szene sagt, wir wollen untersuchen, ob das Abbrennen von Pyrotechnik legalisiert werden kann, dann ist das ein Vorgang, den ich unterstütze", sagte Zingler der "Berliner Morgenpost".

Mitte Januar hatte die Fan-Organisation "Pyrotechnik legalisieren, Emotionen respektieren" in mehreren Gesprächen mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Einführung bestimmter Sektoren im Stadion vorgeschlagen, in denen Pyrotechnik erlaubt sein sollte.

Unter anderem Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte dafür seine Unterstützung angekündigt.

"Ich bin morgen dabei, dass man einen Sektor schafft, wenn das vom Staat genehmigt ist, wenn man sich nicht im strafrechtlichen Bereich bewegt", hatte er im "ZDF" gesagt. Der DFB erteilte jedoch eine Absage.

"Ich verstehe die Position der Verbände nicht. Jeden Wunsch nach Legalität sollte man unterstützen, und zwar ergebnisoffen", kritisierte Zingler.

Das illegale Abbrennen von Pyrotechnik gelte es aber weiterhin entschlossen zu verhindern. "Da spreche ich auch unsere eigene Ultra-Szene an. Wir werden das illegale Abbrennen weiter nicht zulassen. Es ist zu gefährlich."

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