Energie Cottbus wird im Streit mit Ex-Manager Steffen Heidrich den Vergleichsvorschlag des Arbeitsgerichtes voraussichtlich ablehnen.

"Eine endgültige Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber es sieht so aus", teilte der Verein mit.

In der gerichtlichen Auseinandersetzung geht es um nicht gezahlte Pokalprämien in Höhe von 62.000 Euro.

Diese Summe soll Heidrich für das Erreichen des Pokal-Halbfinales in der vergangenen Saison verlangen.

Der jetzige Sportdirektor des Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue war nach dem Abstieg 2009 und Differenzen mit dem damaligen Trainer Claus-Dieter Wollitz zurückgetreten, der Vertrag lief jedoch erst 2011 aus.

Beim Gütetermin am Montag hatte das Arbeitsgericht Cottbus einen Vergleich von 8000 Euro vorgeschlagen.

Der Cottbuser Anwalt Christian Quirling erklärte der "Lausitzer Rundschau", dass er dem FCE-Präsidium empfehlen werde, den Vorschlag abzulehnen.

Das Gericht hatte durchblicken lassen, dass sie der Klage Heidrichs wenig Chancen auf Erfolg gebe. Energie-Präsident Ulrich Lepsch hatte erklärt, der Empfehlung des Anwalt folgen zu wollen.

Die Prämienzahlungen waren nicht vertraglich verankert gewesen, Heidrich beruft sich auf eine Art Gewohnheitsrecht. 2009 und 2010 habe er ebenfalls Prämien erhalten.

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