Im Rechtsstreit um nicht gezahlte Prämien mit Energie Cottbus hat Ex-Manager Steffen Heidrich sein Vorgehen verteidigt.

"Ich möchte nur das, was mir zusteht. Jeder normale Mensch hätte so gehandelt", sagte Heidrich, der mittlerweile Sportdirektor beim Ligakonkurrenten Erzgebirge Aue ist, der "Lausitzer Rundschau".

"Ich habe versucht, das im Vorfeld zu klären. Es war leider nicht möglich", erklärte Heidrich. Am kommenden Samstag (13 Uhr/LIGA total!) treffen Cottbus und Aue im Ostderby aufeinander.

In der gerichtlichen Auseinandersetzung geht es um nicht gezahlte Pokalprämien in Höhe von 62.000 Euro. Diese Summe soll Heidrich für das Erreichen des Pokal-Halbfinales in der vergangenen Saison verlangen.

Heidrich war nach dem Abstieg 2009 und Differenzen mit dem damaligen Trainer Claus-Dieter Wollitz zurückgetreten, der Vertrag lief jedoch erst 2011 aus.

Beim Gütetermin am Montag hatte das Arbeitsgericht Cottbus einen Vergleich von 8000 Euro vorgeschlagen. Cottbus will den Vergleich voraussichtlich ablehnen.

"Geld zu verlangen ohne Gegenleistung, dazu fällt mir moralisch nichts mehr ein. Ich würde mich schämen", hatte Energie-Präsident Ulrich Lepsch erklärt. Die Prämienzahlungen waren nicht vertraglich verankert gewesen, Heidrich beruft sich auf eine Art Gewohnheitsrecht. 2009 und 2010 habe er ebenfalls Prämien erhalten.

Anfang Januar hatte Heidrich seinen neuen Posten in Aue angetreten.

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