Dynamo Dresden hat seine Fans in einem eindringlichen Appell davor gewarnt, zum Auswärtsspiel am Freitag bei Eintracht Frankfurt (18 Uhr/LIGA total!) anzureisen.

Vor dem zweiten "Geisterspiel" in Folge rief der Klub alle Anhänger auf, "ihren Verein gemeinsam dabei zu unterstützen, weiteren Schaden zu vermeiden".

Das DFB-Bundesgericht hatte die Sachsen nach den massiven Ausschreitungen im Pokalspiel bei Borussia Dortmund am 25. Oktober (0:2) zu einem "Geisterspiel" gegen den FC Ingolstadt sowie zum Ausschluss der eigenen Fans beim Spiel in Frankfurt verurteilt.

Dresdener Fans erhalten in Frankfurt keinen Zutritt. "Jedem Dynamo-Fan sollte bewusst sein, dass sein Verein bei diesem Spiel unter besonderer Beobachtung steht", sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter.

Dass trotz aller Appelle Dynamo-Fans anreisen, konnte der Verein nicht ausschließen. "Das kann man nicht genau sagen. Normalerweise dürften da aber unsere Anhänger nicht hinfahren", sagte Ritter.

Der Verein will seine Fans durch eine Public-Viewing-Aktion im eigenen Stadion von dem Trip nach Frankfurt abhalten. Rund 10.000 Fans finden in der Dresdener Heimspielstätte dafür Platz.

Als voller Erfolg wurde die Aktion der Fans gewertet, für das erste Geisterspiel am vergangenen Wochenende gegen Ingolstadt (0:0) 33.638 "Geistertickets" zu verkaufen.

"Eine tolle Sache unserer Fans. Mit dieser Aktion haben wir es sogar zu einer Meldung in der Washington Post gebracht", sagte Ritter.

Der achtmalige DDR-Meister Dynamo will einen Teil der Einnahmen für Projekte der Fanarbeit und Gewaltprävention verwenden.

Dresden hatte mit den "Geistertickets" einen Erlös von knapp 200.000 Euro erzielt. 30.000 Euro will der Klub an verschiedene Initiativen spenden, die die friedliche und kreative Fankultur in Dresden stärken.

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