Hohes Lob für Marius Ebbers: Präsident Joseph Blatter vom Weltverband FIFA hat dem Stürmer des Zweitligisten FC St. Pauli höchste Anerkennung für seine Ehrlichkeit gezollt.

"Großartiges Beispiel von Marius Ebbers. Das zeigt, dass Fairplay im Fußball immer noch möglich ist und dich auch nicht vom Gewinnen abhält", twitterte Blatter am Donnerstagabend.

Ebbers hatte am Dienstag im Spiel der Hamburger gegen Union Berlin auf Nachfrage von Schiedsrichter Tobias Welz ein Handspiel vor seinem vermeintlichen Tor zum 2:1 zugegeben.

Welz hatte seine Entscheidung daraufhin zurückgenommen, St. Pauli die Partie am Ende durch ein Tor von Fin Bartels in der Nachspielzeit doch noch gewonnen und damit zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg gerettet.

"Ich habe ihm gesagt, dass ich den Ball sowohl mit der Hand als auch mit dem Kopf berührt habe", berichtete Ebbers nach dem Spiel über die Unterredung mit dem Schiedsrichter, gab aber auch zu: "Ich habe lange überlegt, was ich sage.

Ich werde mich dafür nicht feiern lassen. Wäre es beim 1:1 geblieben, wäre ich für immer der Verlierer gewesen. Dann hätte es wohl geheißen: Dafür gibt es zwar den Fair-Play-Preis, doch clever war das nicht."

Für St. Paulis Sportdirektor Helmut Schulte habe Ebbers "ganz sicher den Friedensnobelpreis verdient".