Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hat bei LIGA total! den 1. FC Köln nach der Vertragsauflösung von Kevin Pezzoni kritisiert. Der Profi hatte um seine Freistellung gebeten, nachdem er von den eigenen Fans bedroht worden war.

"Ich glaube nicht, dass Kevin den Vertrag auflösen wollte. Ich denke, der Verein war auch daran interessiert, dass das Ganze beendet wird", sagte Klopp: "Ich weiß nicht genug darüber, aber Fakt ist, dass das definitiv alle Grenzen gesprengt hat. Das geht überhaupt nicht! Ich weiß allerdings, dass das 99 Prozent der Fans auch so sehen."

Der Trainer des Deutschen Meisters ärgerte sich, dass "ein paar Schwachköpfe von den Kölner Fans meinen, sie müssten ihn so unter Druck setzen. Allerdings, ehrlich gesagt: Wenn der Verein es dann auch zulässt, dass das am Ende noch die einzige Möglichkeit ist ..."

Auch Hoffenheims Trainer Markus Babbel beunruhigt Pezzonis Abschied aus Köln: "Diese Vorfälle häufen sich - das ist bedenklich. Da müssen wir höllisch aufpassen, dass das nicht zur Normalität wird!"

Babbel erklärte: "Als Verein müssen wir versuchen, die Spieler so gut wie möglich zu schützen. Aber ich appelliere da auch an jeden einzelnen Fan, so etwas gefälligst zu unterlassen. Er kann seinen Unmut hier im Stadion äußern, aber nicht auf der Straße mit Gewaltdrohungen."

Die Kölner Spieler wendete sich in einem offenen Brief an die Fans.

"Wenn wir als Spieler und als Mannschaft unsere Leistung nicht bringen, nehmen wir die Kritik der Medien und der Fans an. Doch wir lassen als Mannschaft nicht zu, dass einzelne Spieler von einzelnen Chaoten gedemütigt und persönlich angegangen werden", heißt es in dem Schreiben, das auf der Klubhomepage veröffentlicht und vom Team unterzeichnet wurde.

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