Der "Fall Kevin Pezzoni" beschäftigt nun auch offiziell die Strafverfolgungsbehörden: Der frühere Profi des Zweitligisten 1. FC Köln hat über seinen Anwalt Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Der Staatsanwaltschaft liegt das Schriftstück seit Mittwochnachmittag vor. Die Ermittlungen konzentrieren sich nach Behördeninformationen auf die Tatbestände der Beleidigung und Bedrohung.

Im Falle eines gerichtlichen Schuldspruches sind für diese Delikte Gefängnis bis zu einem Jahr oder Geldstrafen möglich. Über den Zeitrahmen der Untersuchungen machte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag keine Angaben.

Pezzoni hatte in der vergangenen Woche seinen Vertrag in Köln nach Attacken auf seine Person aufgelöst. Mehrere Personen hatten dem 23-Jährigen an den vorangegangenen Tagen vor seiner Wohnung aufgelauert, ihn beschimpft und bedroht.

Auch im sozialen Netzwerk Facebook musste Pezzoni Hasstiraden über sich ergehen lassen. Schon zu Jahresbeginn war Pezzoni außerdem Opfer von Gewalttätern gewesen, als ein Angreifer dem Profi während der Karnevalstage das Nasenbein brach.

Die Angriffe auf Pezzoni, dem der 1. FC Köln zur Strafanzeige geraten hatte, sind Auslöser der jüngsten Diskussion in Deutschland über die ausufernde Gewalt im Fußball.

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