Dem MSV Duisburg droht die Insolvenz. Nach übereinstimmenden Medienberichten werden kurzfristig rund drei Millionen Euro benötigt, um die Liquiditätslücke zu schließen. "Es ist eine Operation am offenen Herzen", sagt Utz Brömmekamp, der bereits die städtische Tochter Gebag saniert, die Anteile am Stadionprojekt besitzt.

Brömmekamp hat bei einer Sitzung der Vereinsgremien einen Sanierungsplan vorgelegt, es müsste allerdings eine Satzungsänderung erfolgen. Die KGaA müsste die Macht erhalten, die Vereinsgremien würden lediglich eine Kontrollfunktion übernehmen.

"Da uns bewusst ist, dass in der aktuellen Situation schnelles Handeln gefragt ist, haben wir in unserer gemeinsamen Sitzung am Mittwoch die Aufforderungen geprüft. Eine grundsätzliche Zustimmung wurde erreicht, wobei einige Punkte noch finalisiert werden und eine daraus möglicherweise resultierende Satzungsänderung nur durch die Außerordentliche Mitgliederversammlung genehmigt werden kann", teilte der MSV am Donnerstagabend mit.

Zur Gruppe der potenziellen Investoren gehört auch der ehemalige Vorstands- und Aufsichtsratschef Walter Hellmich. Allerdings ist ungewiss, ob die Vereinsvertreter der Satzungsänderung zustimmen.

"Jeder, der ein Herz für den MSV hat, muss diesem Plan zustimmen", wird Brömmekamp im "Reviersport" zitiert.

Am Dienstag hatte bereits Andreas Rüttgers sein Amt als Vorstandsvorsitzender zur Verfügung gestellt. "Wir waren davon alle überrascht", sagte Geschäftsführer Roland Kentsch.

Auch sportlich läuft der MSV den eigenen Ansprüchen hinterher. Abstiegsplatz 17, neun Punkten aus 13 Spielen - so lautet die ernüchternde Bilanz. Doch nun muss der Klub erst einmal finanziell gerettet werden.

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