Das Skandalspiel in der Relegation zur Bundesliga hat für Lewan Kobiashvili von Hertha BSC ein teures Nachspiel.

Der Georgier muss 60.000 Euro Strafe zahlen, weil er beim 2:2 im Rückspiel bei Fortuna Düsseldorf Schiedsrichter Wolfgang Stark auf dem Weg in die Kabine tätlich angegriffen hatte.

"Es ist ein Konsenz gefunden worden zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft", sagte Kobiashvlis Anwalt Christoph Schickhardt, "die Geldstrafe wurde einverständlich festgelegt."

Kobiashvili akzeptierte die Strafe, somit kommt es zu keiner öffentlichen Gerichtsverhandlung. Laut Schickhardt erhielt der Hertha-Profi den Strafbefehl wegen einfacher Körperverletzung, er ist damit nicht vorbestraft.

"Wenn das Thema damit beendet ist, dann ist das besser für mich", sagte Kobiashvili dem "Tagesspiegel". "Nach den durchgeführten Vernehmungen besteht der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte dem Geschädigten einen Faustschlag in den Nacken versetzt hat, wodurch dieser eine Schwellung im Halsbereich und Kopfschmerzen erlitt", zitierte die "Rheinische Post" aus einem Schreiben der Justiz.

Bei der Strafe sei berücksichtigt worden, dass Kobiashvili durch die Sperre des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) bereits "ganz erhebliche materielle Nachteile entstanden sind". Das DFB-Sportgericht hatte den Georgier mit einer Rekordstrafe von siebeneinhalb Monaten Sperre bis zum 31. Dezember 2012 verurteilt.