Der MSV Duisburg ist gerettet: Eine neuerliche Finanzspritze des Vereinsmäzens Walter Hellmich bewahrt den stark angeschlagenen Zweitligisten vor der Insolvenz.

"Ein Punktabzug ist damit vom Tisch, die Saison gesichert. Die Mannschaft, die sportliche Leitung, das Trainer-Team und auch zahlreiche Fans haben mich gebeten, den Verein nicht sterben zu lassen", sagte Hellmich.

Der Bau-Unternehmer und langjährige MSV-Präsident wird den letzten Teil einer ursprünglichen Fünf-Millionen-Lücke schließen. "Ich rede nie über Geld, aber es war eine größere Summe. Als Bedingung habe ich genannt, dass wir keine Leistungsträger verkaufen", sagte Hellmich.

Laut "RevierSport" handelt es sich um 600.000 Euro, und das, obwohl Hellmich mit Anfeindungen zu kämpfen hat: "Es ist so, dass 10 bis 20 Leute, immer dieselben, da Stimmung gegen mich machen."

Der frühere Vorstandsvorsitzende Hellmich sieht die Probleme der Zebras allerdings längst nicht gelöst. "Vor uns liegt diese Riesenaufgabe, den MSV nachhaltig auf gesunde Füße zu stellen. Das wird nicht einfach."

Alleine 2,5 Millionen Euro TV-Gelder hätten gefehlt, "dazu der sportliche Misserfolg, das war tödlich", sagte der 68-Jährige. Der MSV kämpft gegen den Abstieg in die Dritte Liga.

"Wir müssen sportlich wieder viel erfolgreicher sein und den Mitgliedern reinen Wein einschenken", forderte Hellmich.

Mehr als vier Millionen Euro hatte der MSV Duisburg bei einer Sponsoren-Offensive hereingeholt. "Damit ist der Punktabzug definitiv verhindert, weil der Jahresabschluss gesichert ist", sagte Gerd Görtz, der Vorsitzende des Aufsichtsrates.

Im Zuge der Nachlizenzierung durch die Deutsche Fußball Liga (DFL) muss der MSV kurzfristig ein von unabhängigen Wirtschaftsprüfern ausgestelltes Testat der Zahlungsfähigkeit einreichen.

Die Duisburger steckten seit Saisonbeginn im Tabellenkeller der Zweiten Liga, erst zuletzt gab es einen zarten Aufwärtstrend. Die TV-Gelder fallen daher niedriger aus als geplant.

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