Bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Trainer des Zweitligisten Dynamo Dresden hat Peter Pacult vor zu hohen Erwartungen gewarnt.

"Man muss sich nur das Torverhältnis anschauen. Wir haben zu viele Gegentore kassiert und zu wenige Tore selbst geschossen. Beides müssen wir abstellen", sagte der Österreicher am Mittwoch: "Es ist eine schwierige Aufgabe, aber das Potenzial ist für den Klassenerhalt da. Ansonsten hätte ich die Aufgabe auch nicht übernommen."

Beim auf den Relegationsrang 16 abgerutschten Traditionsklub erhoffen sie sich durch den "harten Hund" Pacult neue Impulse.

Er habe bewusst einen gegensätzlichen Trainertypen als den entlassenen Ralf Loose gesucht, verriet Dynamos Sportlicher Leiter Steffen Menze: "Wir müssen eingefahrene Wege aufbrechen, die Ansprache soll sich verändern."

Für Pacult ist es bereits die zweite Amtszeit beim achtmaligen DDR-Oberliga-Meister. Mit dem Ziel Klassenerhalt war er bereits im Dezember 2005 angetreten - und gescheitert.

Noch bemerkenswerter ist Pacults Comeback bei Dynamo allerdings vor dem Hintergrund seines unrühmlichen Abschieds ein paar Monate später: Als Regionalliga-Spitzenreiter kündigte Pacult mitten in der Saison seinen Wechsel zum Heimatklub Rapid Wien an.

Um mögliche Verunstimmungen seitens der Fans im Vorfeld auszuräumen, bot der 53-Jährige ein Gespräch mit den Anhängern an.

"Ich wollte damals nicht nur zu Rapid, es gab auch private Gründe für meine Rückkehr", sagte Pacult, der aber auch ohne den Segen der Fans seine Arbeit in seiner direkten und oft kompromisslosen Art angehen werde: "Ich bin mir sicher, dass die Dynamo-Fans Erfolg sehen wollen, egal ob jemand sympathisch ist oder nicht."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel