Zweitligist TSV 1860 München kommt auch im neuen Jahr nicht zur Ruhe.

In einem Interview mit der "tz" übte nun Investor Hasan Ismaik heftige Kritik an der Münchner Vereinsführung um Präsident Dieter Schneider.

"Ich respektiere Schneiders Alter, aber er ist nicht ehrlich im Umgang mit mir, mit den Fans und auch nicht zu sich selbst. Er gibt ständig inhaltlich falsche Statements ab und wenn man ihn damit konfrontiert, streitet er alles ab und meint, das habe er so nicht gesagt", so der Jordanier.

Doch nicht nur Schneider, sondern auch dessen Kollegen in der Führungsriege griff Ismaik an: "Das Vereinsmanagement treibt politische Spielchen und käut die gleiche Geschichte über den Geist und die Tradition und die Schuldenfreiheit des Klubs wieder. Die Wahrheit ist, dass sie sich nicht wirklich um den Klub kümmern, sondern um ihre Ämter und ihr Ansehen in den Medien."

Zuletzt hatte die Besetzung des Trainerpostens schon für große Unruhe bei den "Löwen" gesorgt. Während Ismaik den ehemaligen englischen Nationalcoach Sven-Göran Eriksson favorisierte, entschied sich die Vereinsführung für Alexander Schmidt als Nachfolger des gefeuerten Rainer Maurer.

"Ich verfolge die finanziellen Belange des Vereins. Ansonsten wäre der Verein innerhalb eines Jahres kollabiert. Ich bin derjenige, der am meisten mit dem Verein sympathisiert und sich am meisten um ihn kümmert, weil mein Geld auf dem Spiel steht", so Ismaik weiter.