Für den neuen Trainer Peter Pacult vom abstiegsbedrohten Zweitligisten Dynamo Dresden haben Verstärkungen in der Winterpause nicht oberste Priorität.

"Zuerst muss ich herausfinden, weshalb einige Leistungsträger die ihnen zugedachte Rolle nicht erfüllen", sagte der Österreicher dem "kicker", betonte aber auch: "Verstärkungen sind immer willkommen, wir beobachten den Markt."

Pacult war am 19. Dezember als neuer Trainer des Tabellen-16. aus Sachsen vorgestellt worden. Bei Dynamo war er bereits in der Saison 2005/2006 tätig, konnte den Abstieg in die Dritte Liga aber nicht verhindern.

Sein anschließender überraschender Wechsel zu Rapid Wien hatte damals für viel Aufregung gesorgt.

"Wir sind wegen einem Punkt aus der Zweiten Liga abgestiegen, standen in der Dritten Liga auf Platz eins - und der Trainer geht. Ich kann verstehen, dass da einige sauer waren", sagte Pacult: "Mein Weggang hatte jedenfalls auch private Gründe. Spielt das Team gut und punktet, stellt sich das Thema Pacult 2006 nicht mehr."

Zudem erneuerte der ehemalige Trainer des ambitionierten Regionalligisten RB Leipzig seine bereits vor Wochen bei SPORT1 geäußerte Kritik an Sportdirektor Ralf Rangnick.

"Von meiner bevorstehenden Freistellung habe ich aus der Zeitung erfahren. Das war kein feiner Zug von Ralf Rangnick", sagte Pacult. Anfang Juli hatte Rangnick als eine seiner ersten Amtshandlungen den Österreicher freigestellt.

Im SPORT1-Interview vor Weihnachten zeigte sich Pacult sehr enttäuscht vom Sportdirektor: "Rangnick hätte durch seine schwere Krankheit wissen müssen, wie wir Trainer ständig unter Druck stehen. Es war nicht lustig, dass er mich so hat im Regen stehen lassen."

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