Startrainer Sven-Göran Eriksson soll 1860 München zusammen mit dem bisherigen Coach Alexander Schmidt in die erste Liga führen.

Nach siebenstündiger Sitzung beschloss der Aufsichtsrat der Löwen, dass der 64 Jahre alte Schwede "in den Trainerstab von 1860 hinzustößt. Alexander Schmidt wird Trainer bleiben", sagte Otto Steiner, Chef des Aufsichtsrates der Sechziger.

Geschäftsführer Robert Schäfer sei nun "beauftragt, in den nächsten Tagen mit beiden Gespräche zu führen und die Aufgabenteilung zu klären. Ob es dann nächste Woche mit den Gesprächen losgeht oder übernächste, das wird sich in den nächsten Tagen klären", führte Steiner weiter aus.

Für Sportchef Florian Hinterberger, dessen Position zuletzt ebenfalls in der Diskussion stand, ergäben sich aus Erikssons Engagement dagegen keine Konsequenzen: "Das Thema ist heute nicht vertieft worden."

Schmidt, zuvor Trainer der U-21 der Löwen, hatte am 17. November das Amt des entlassenen Reiner Maurer übernommen.

Nach dem jüngsten Machtkampf zwischen dem Klub und dem jordanischen Investor Hasan Ismaik präsentierten die Münchner am frühen Dienstagmorgen gegen 3.00 Uhr den Kompromiss. Der frühere englische Nationaltrainer Eriksson ist der Wunschkandidat von Ismaik.

Als Erfolg wertete er auch, dass der Drei-Jahres-Plan "wie besprochen weiter seine Gültigkeit besitzt. Der Kompromiss wurde von beiden Seiten bereits unterschrieben. Dadurch haben wir jetzt eine schriftliche Vereinbarung."

Auch Präsident Dieter Schneider, dessen Rauswurf Ismaik zuletzt unverhohlen gefordert hatte, sprach davon, einen guten Schritt weitergekommen zu sein. "Wir bekommen jetzt das Geld aus dem Drei-Jahres-Plan, den wir damit nahtlos weiterführen können. Der einzige Verlierer hätte der Verein sein können", sagte Schneider.

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