Der jordanische Investor Hasan Ismaik hat mit der vorweggenommenen Kündigung für Sportchef Florian Hinterberger bei 1860 München für Kopfschütteln gesorgt.

"Da ist noch nichts entschieden. Ich persönlich gehe an die Öffentlichkeit, wenn ich Entscheidungen zu verkünden habe, nicht, um Wünsche oder Forderungen zu formulieren", sagte der neue Präsident Hep Monatzeder vor dem Spiel gegen Energie Cottbus am Sonntag bei "Sky".

Er fügte an: "Dass Herr Ismaik ein bisschen viel redet, ist sein Thema. Vielleicht ist das ein Mentalitätsproblem."

Auch bei Trainer Alexander Schmidt kamen die Ausführungen Ismaiks nicht gut an. "Ich erwarte Respekt, unabhängig vom Kulturkreis. Die Mannschaft kann auch nicht alles wegstecken, so ein Theater ist da nicht förderlich", sagte er.

Ismaik hatte am Freitag über Schmidt gesagt, unter dem Coach sei es "ein bisschen vorangegangen, aber im Grunde ist es so wie vorher". Über Hinterberger sagte er: "Wir brauchen einen neuen Sportdirektor." Und, wohl über beide: "Wenn einer keinen Erfolg hat, musst du ihn ersetzen."

Zudem kündigte Ismaik an, im ehemaligen ägyptischen Nationaltrainer Hassan Shehata einen neuen Berater zu installieren.

"Er wird mir berichten, über die Spieler, die Mannschaft, wie sie sich entwickeln. Er wird mit Alexander Schmidt in Kontakt stehen, mit dem Sportdirektor. Er hat große Erfahrung, wird aber keine offizielle Position haben, sondern er ist nur mein Berater."

Ismaik hatte den Meister von 1966 vor zwei Jahren mit einer Geld-Spritze in Höhe von rund 18 Milllionen Euro vor der Pleite bewahrt. Insgesamt hat er etwa 30 Millionen Euro investiert.

Nun, sagte er, "wollen wir eine neue Phase beginnen". Ismaik will im Zuge eines neuen Dreijahresplans erneut Geld zuschießen. Das soll Anfang kommender Woche bei 1860 eingehen.

"Wir warten jetzt auf den Dienstag", sagte Monatzeder. Wenn das Geld nicht komme, bleibe alles wie gehabt, mit Hinterberger, mit Schmidt.

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel