Bei 1860 München kehrt auch unter der Regentschaft von Neu-Präsident Hep Monatzeder keine Ruhe ein.

Am Freitag vor dem Spiel gegen Energie Cottbus (1:1) wünschte sich Investor Hasan Ismaik bei seiner Stippvisite in München öffentlich einen neuen Sportdirektor für die kommende Spielzeit und damit einen Nachfolger für den derzeitigen Amtsinhaber Florian Hinterberger.

Nachdem Monatzeder die Wogen zu glätten versuchte, sorgte der jordanische Investor am Dienstag für den nächsten negativen Höhepunkt.

Anstatt die vereinbarten Millionenbeträge für die Erfüllung des Dreijahresplans in Richtung Bundesliga zu überweisen, beauftragte Ismaik eine Münchner Anwaltskanzlei.

"Wir wurden von Herrn Ismaik beauftragt, die Rechtslage zu prüfen und ihn hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu beraten", heißt es in einem Schreiben des Münchner Wirtschafts- und Medienanwalts Michael Scheele an die Vereinsführung des TSV. Das Schreiben liegt SPORT1 vor.

"Er will ganz sicher sein Investment nicht verlieren", sagte Scheele der "Süddeutschen Zeitung", "Herr Ismaik will einfach wissen, wie er in der Situation mit allem umgehen kann." Damit sind alle Optionen offen, selbst ein Ausstieg des arabischen Geschäftsmannes.

Scheele solle nach Eingang der erforderlichen Verträge und Unterlagen die "rechtlichen und finanziellen Verhältnisse" überprüfen.

Monatzeder hat indes bereits angekündigt, dass er sich mit einem möglichen neuen Sportdirektor erst nach der Zahlung der vereinbarten Rate durch Ismaik beschäftigen werde.

Der Jordanier hat die "Löwen" vor zwei Jahren mit seinem Einstieg vor dem finanziellen Aus bewahrt.

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