Der VfL Bochum gerät finanziell immer stärker unter Druck. Die Westfalen erhielten die Lizenz für die Zweite Liga nur mit der Bedingung, bis Ende Mai 2013 weitere Einnahmepotenziale aufzuzeigen.

"Angesichts des weiteren Abrutschens im TV-Ranking haben wir mit dieser Bedingung gerechnet", sagte VfL-Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken: "Wir werden sie zeitgerecht erfüllen. Zum einen können wir in der laufenden Saison durch eine bessere Platzierung im TV-Ranking die Bedingung reduzieren, zum anderen gibt es Absichtserklärungen aus unserem Partner-Netzwerk, die wir in den kommenden Wochen voranbringen werden."

Zudem hielt die Deutsche Fußball Liga (DFL) die Westfalen an, die wirtschaftliche Situation in der neuen Saison weiter zu verbessern. Der Gesamtetat in der Saison 2013/14 wird laut Klub 20,5 Millionen Euro betragen.

Zudem erhielt der VfL schlechte Nachrichten aus seinem Sponsorenkreis. Die Stadtwerke Bochum kündigten an, die Zuwendungen für den VfL und den Leichtathletik-Klub TV Wattenscheid von 2,65 auf 1,2 Millionen Euro jährlich zu reduzieren.

Schon in der kommenden Saison wollen die Stadtwerke auf VIP-Plätze im Wert von 550.000 Euro verzichten. Ein Jahr später läuft die Premiumpartnerschaft in Höhe von 600.000 Euro aus, 2016 dann die Vergabe des Stadionnamens (Rewirpower-Stadion/900.000 Euro pro Jahr).

Überdies läuft der Vertrag mit dem Hauptsponsor Netto (geschätzt 1,1 Millionen Euro pro Jahr) zum Ende der laufenden Saison aus. Verhandlungen über eine Verlängerung laufen. Der VfL hat zuletzt Verbindlichkeiten in Höhe von 6,8 Millionen Euro ausgewiesen.

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