1860 München kommt nicht zur Ruhe.

Jetzt deutete Präsident Gerhard Mayrhofer weitere personelle Veränderungen an, betroffen könnte der bei Investor Hasan Ismaik unbeliebte Geschäftsführer Robert Schäfer sein.

"Ich bin jetzt seit zwei Monaten im Amt und habe mir ein Bild der Gesamtlage machen können. Es liegt einiges im Argen. Alle, die fröhlich sagen, wir könnten auch ohne Investor leben, die sollen mir mal sagen, wie das funktionieren soll. Ich bin mir nicht sicher, ob bei 1860 schon alle in der Realität angekommen sind", sagte Mayrhofer der Münchener "tz".

Der Marketing-Experte hat in der vergangenen Woche mit Ismaik ein "sehr offenes Gespräch" geführt.

"Es gibt Meinungen, die wir ausgetauscht haben", sagte er dazu. Der Jordanier, der mehrmals öffentlich die Ablösung von Schäfer gefordert hatte, sei "zum ersten Mal" der Meinung, "dass wir partnerschaftlich miteinander umgehen".

Mayrhofer will offenbar keine Rücksicht mehr auf Einzelschicksale nehmen.

"Meine einzige Loyalität ist die gegenüber dem Verein. Wenn irgendjemand gedacht hat, dass ich im Stolz ertrinke, nur weil ich zum Löwen-Präsidenten gewählt worden bin, hat er sich getäuscht. Ich habe genaue Vorstellungen und Intentionen", betonte er.

Natürlich könne er "nicht in zwei Monaten die Fehler der letzten zehn Jahre ausbügeln, aber ich werde versuchen alles so zu verändern, dass der Verein wieder in ein ruhiges, vernünftiges Fahrwasser kommt".

Schon nach dem 0:0 am vergangenen Freitag beim VfR Aalen hatte Mayrhofer erklärt, dass man bei 1860 "das ganze System" überdenken müsse.

Er frage sich, ob jeder im Verein die nötige Leidenschaft habe.

In der Trainerfrage hat Mayrhofer bereits ein Zeichen gesetzt: Er entließ vor zwei Wochen Alexander Schmidt und holte Friedhelm Funkel.

Nach zehn Jahren in der Zweitklassigkeit haben sich die finanziell weiterhin arg angeschlagenen Sechziger den Aufstieg in die Bundesliga zum Ziel gesetzt.

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