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Mateschitz will mittelfristig mit Bayern München konkurrieren
Klub-Mäzen Dietrich Mateschitz wurde mit Red Bull reich © getty

Aufsteiger RB Leipzig steht möglicherweise vor dem Aus für die kommende Saison in der Zweiten Liga und einer ungewissen Zukunft.

Die DFL lehnte nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" die Beschwerde des Drittligisten gegen eine Reihe von Lizenzauflagen ab.

"Ohne Lizenzerteilung können wir nicht weitermachen", sagte Klub-Mäzen Dietrich Mateschitz.

Der Brause-Milliardär reagierte mit "Fassungslosigkeit und Unverständnis" auf die Entscheidung aus Frankfurt/Main.

Gleichzeitig schloss er eine weitere Spielzeit seiner Mannschaft in der Dritte Liga kategorisch aus: "Nein, das geht vor allem auch sportlich nicht. Das würden wir uns sicherlich nicht antun."

Mateschitz stellte zudem offen eine mögliche Abneigung gegen seinen Klub zur Diskussion: "Vielleicht will man ganz einfach nicht, dass wir mit Leipzig an der Bundesliga teilnehmen und will es uns nur nicht direkt sagen."

Die DFL hatte den Sachsen einem Bericht des "kicker" zufolge nur unter Bedingungen die Lizenz erteilt. Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich die DFL nicht äußern: Man wolle erst zum Zeitpunkt der endgültigen Lizenzvergabe am 28. Mai ein Statement abgeben.

Demnach müsse das Vereinslogo, das derzeit noch große Ähnlichkeit mit dem Firmenlogo von Geldgeber Red Bull aufweist, geändert werden. Außerdem muss die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im Klub deutlich vereinfacht werden.

Ein großes Problem aus Sicht der DFL ist zudem, dass alle wichtigen Führungsposten von Red-Bull-Leuten besetzt sind.

"Man verlangt von uns vor allem ? und zwar schriftlich ?, dass wir auf jedwedes Mitspracherecht im Verein verzichten. Das heißt im Klartext, dass wir zwar weiterhin Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe tätigen dürfen, aber gleichzeitig unseren eigenen Entmündigungsantrag unterschreiben sollen", erklärte Mateschitz.

Dies käme für ihn nicht in Frage: "Sicher nicht. Erstens kommt das meiner Meinung nach einem unsittlichen Antrag nahe, zweitens kann so etwas nie und nimmer funktionieren und zu sportlichem Erfolg führen. Ich glaube nicht, dass wir auf diese Art und Weise mit Sebastian Vettel vier Mal Formel-1-Weltmeister geworden wären", so der Österreicher.

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