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FCN-Sportchef Wolfgang Wolf will den Club weiter verstärken
Wolfgang Wolf ist seit Mitte Mai Leiter der Fußballabteilung des 1. FC Nürnberg © getty

Nürnbergs neuer Sportlicher Leiter Wolfgang Wolf bedauert die gescheiterten Verhandlungen mit Trainer-Wunschkandidat Holger Stanislawski (News).

"Es waren super Gespräche mit Stani, vom Typ her hätte ich ihn mir gut beim Club vorstellen können, das hätte gepasst, aber leider ist es nicht so gekommen", sagte Wolf im Gespräch mit SPORT1: "Wir hatten nun mal unsere Vorstellungen und er seine und am Ende sind wir eben nicht zusammen gekommen."

Stanislawski stellt indes bei SPORT1 klar, dass das Scheitern keine finanziellen Gründe gehabt habe: "Es scheitert bei mir nie am Geld und auch nicht daran das ich Marek Mintal (FCN-Co-Trainer, Anm. d. Red.) nicht wollte. Es scheitert wenn an Dingen, die mir wichtig sind wie zum Beispiel einem Gefühl. Und aus dem Grund habe ich auch abgesagt und nicht der Club."

Die Trainersuche bei den Franken geht also weiter. "Wir sind das ganze Wochenende unterwegs und irgendwann wird eine Entscheidung für einen Trainer fallen, bei dem das Gesamtpacket passt und dann machen wir das. Wir haben noch Zeit", betont Wolf.

Der 56-Jährige will sich nicht unter Druck setzen lassen, sieht Nürnberg aber nicht in einem so komfortablen Zeitfenster wie die Konkurrenz.

Wolf verweist da auf Mainz 05 und Eintracht Frankfurt: "Die wussten genau, dass Armin Veh und Thomas Tuchel weggehen. Bei uns war das etwas schwieriger." Man sei abgestiegen und müsse sich nun "neu orientieren. Man muss auch Trainer haben, die den Weg mitgehen."

Thorsten Fink und Markus Babbel sollen weitere Kandidaten für den Trainerjob in Nürnberg sein. Namen will Wolf aber nicht kommentieren.

"Über Kandidaten haben wir noch nie etwas gesagt. Wir haben auch über Stanislawski nichts gesagt, das ist von außen rein getragen worden. Man tut auch den Trainern keinen Gefallen, wenn man dauernd Namen in den Ring wirft. Da verlieren immer beide Seiten."

Wie muss der perfekte Club-Coach sein? "Ich hoffe, dass wir einen Trainer finden, der zur Philosophie des Vereins passt, wo beide Seiten ihre Vorstellungen umsetzen können, so dass es deckungsgleich ist. Der kann jung oder erfahren sein. Wir sind zu allen Seiten offen."

Und weiter: "Wir lassen uns Zeit bei der Auswahl und sprechen mit verschiedenen Leuten. Wir müssen uns sicher sein und die Kandidaten auch."

Derweil hat Stürmer Daniel Ginczek vom Club ein neues Angebot zur Vertragsverlängerung vorliegen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

An dem 23-Jährigen ist auch Werder Bremen interessiert, wie deren Manager Thomas Eichin unlängst bestätigte.

"Daniel wird heiß umworben", weiß Wolf. "Wir sind bis an unsere Schmerzgrenze gegangen. Jetzt liegt es an ihm, eine Entscheidung zu treffen. Mit Herrn Bader (FCN-Sportvorstand, Anm. d. Red.) ist auch ein Zeitpunkt ausgemacht worden."

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