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Stefan Orth gehört zum dreiköpfigen St.-Pauli-Präsidium © getty

Paukenschlag beim FC St. Pauli: Das dreiköpfige Präsidium mit Präsident Stefan Orth hat beim Zweitligisten keine Zukunft mehr.

Völlig überraschend teilte der Aufsichtsrat der Hanseaten mit, bei der Mitgliederversammlung im November das Trio nicht zur Wiederwahl vorschlagen zu wollen.

Die strategische Ausrichtung des Vereins solle sich ändern, es fehle an einem Profil zwischen Vermarktung und Identität.

"Das ist ein satzungskonformer Beschluss, der uns sehr überrascht, persönlich enttäuscht und den wir auch nicht nachvollziehen können", sagte Orth dazu am Dienstag.

Der 47-Jährige war vor vier Jahren zum Nachfolger von Corny Littmann gewählt worden, unter seiner Führung wurde die Neugestaltung des Millerntorstadions vorangetrieben.

Mittlerweile steht auch fest, dass der noch fehlende Umbau der Nordtribüne im August beginnen wird.

Orth bleibt bis zur Ordentlichen Mitgliederversammlung im Amt.

Vize-Präsident Bernd-Georg Spies hatte aus beruflichen Gründen schon vor längerer Zeit angekündigt, für eine weitere Amtsperiode nicht mehr zur Verfügung zu stehen.

Sein Präsidiumskollege Tjark Woydt hätte schon aus Altersgründen nicht mehr wiedergewählt werden können.

Der scheidende Präsident zog ungeachtet des Vertrauensentzuges durch den Aufsichtsrat eine positive Bilanz der vergangenen vier Jahre: "Wir können konstatieren, dass der FC St. Pauli wirtschaftlich so stark ist wie nie zuvor. In den letzten Jahren wurden Gewinne vor Steuern von über 13 Millionen Euro erwirtschaftet."

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