Ein Stern, der seinen Namen trägt
Batigol - schon der Spitzname des Torjägers klingt aus dem Mund eines Florentiners wie eine Symphonie.
Fast so schön wie etliche der 168 Tore, die Gabriel Batistuta in 269 Spielen für den AC Florenz erzielt hat.
Mit seiner langen Mähne sowie den Liebeserklärungen an die Toskana und seine Violetten eroberte er das Herz der Fans.
Und selbst als der Argentinier im Jahr 2000 die Fiorentina nach neun Spielzeiten Richtung Rom verließ, nahm ihm das keiner wirklich krumm.
Im Gegenteil: Die Tifosi kauften sogar das Namensrecht an einem Stern und nannten ihn nach ihrem Star. Geht mehr Heldenverehrung?
Die Curva Fiesole widmete ihrem Angreifer zudem eine lebensgroße Bronzestatue. Ein Idol zum Anfassen quasi.
Zumindest bekommt man den Eindruck, wenn man rund um das Stadion Artemio Franchi unterwegs ist.
Über Batistuta sprechen hier alle in den höchsten Tönen, zumal er in einer nahen Trattoria ohne großes Stargehabe oft zum Essen war.
Zehn Tore erzielte Batistuta in den europäischen Wettbewerben für Florenz.
Alberto Gilardino hat vor dem Achtelfinal-Rückspiel die gleiche Zahl an Treffern erzielt, an Batistutas Kultstatus reicht er dennoch nicht heran.
Das mag auch mit Batistutas Äußerem zu tun haben. Jede zweite Fiorentinerin war schließlich Ende der neunziger Jahre offen oder heimlich in den smarten Gaucho verknallt.
Der wohnte damals nahe Fiesole in einer hübschen Villa, Pool inklusive. Einfach märchenhaft. Die Fans verzaubert Batistuta, der heute am liebsten Polo spielt, noch immer.
In der Fankurve finden sich zig Trikots, die mit dem Namen des erfolgreichsten Fiorentiner Torschützen aller Zeiten beflockt sind.
Nur: Batistuta lässt sich in jüngster Zeit kaum noch in der Toskana blicken - seinem Status als Idol schadet das jedoch gewiss nicht.
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