Real ohne Angst vor Lyon und dem Achtelfinal-Fluch
München - Die Kraft des "weißen Traumes" soll den Achtelfinal-Fluch brechen:
Wenn Real Madrid am Mittwoch (ab 20.45 Uhr LIVE) in der Champions League gegen Olympique Lyon in der Runde der besten 16 die 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel aufholen will, dann ist das Finale am 22. Mai im heimischen Estadio Santiago Bernabeu für die Madrilenen die größte Motivation.
Nur der Titel zählt
"Real liebt die Champions League über alles. Der Klub hat das Wort 'Europa' in den eigenen Genen", sagt Präsident Florentino Perez.
Für den Real-Boss zählt nur der zehnte Titel im höchsten europäischen Vereinswettbewerb, am besten noch in dieser Saison.
"Das Finale ist natürlich hier im Bernabeu, aber wir müssen von Spiel zu Spiel gucken", meint Reals portugiesischer Superstar Cristiano Ronaldo mit Blick auf die schwierige Aufgabe gegen Lyon.
Fünf Mal in Folge vorzeitig raus
Im Hinspiel vor zwei Wochen zeigte das im vergangenen Sommer für 252 Millionen Euro runderneuerte "weiße Ballett" eine erschreckend schwache Leistung.
Nun droht die Fortsetzung des Achtelfinal-Fluchs: In den vergangenen fünf Jahren war für Real in der Champions League stets die Runde der letzten 16 Endstation.
Pellegrini unter Druck
Dementsprechend groß ist der Druck für Trainer Manuel Pellegrini - trotz der Tabellenführung in der spanischen Liga.
Gegen den franzöischen Spitzenklub muss der Real-Coach zudem auf die gelbgesperrten Xabi Alonso und Marcelo sowie eventuell auf den angeschlagenen Stürmer und Ex-Lyon-Star Karim Benzema (Leistenzerrung) verzichten.
Tabellenführung bringt Selbstvertrauen
"Ein Ausscheiden wäre natürlich eine riesige Enttäuschung. Aber ich bin mir sicher, dass wir weiterkommen werden", sagt Cristiano Ronaldo.
Zusätzliches Selbstvertrauen holten sich die Madrilenen am Wochenende beim 3:2 gegen den FC Sevilla, als sie die Spitze in der Primera Division eroberten.
Lyon: "Keine Angst vor Real Stars"
Beim früheren französischen Serienmeister Lyon ist das Team trotz der angekündigten Aufholjagd der Gastgeber derweil gelassen.
"Wir glauben an unsere Chance, auch wenn Real der Favorit ist. Aber es spielen nur elf gegen elf, und wir haben keine Angst vor ihren Stars", meint Olympique-Kapitän Cris.
Milan braucht ein kleines Wunder
Während Madrid trotz des Rückstandes bereits das Endspiel im Hinterkopf hat, droht dem AC Mailand das Aus.
Nach der 2:3-Heimniederlage gegen Manchester United vor drei Wochen bräuchten die "Rossoneri" auf der Insel schon ein Wunder, um noch das Viertelfinale zu erreichen. (DATENCENTER: Serie A)
Berlusconi fordert "teuflisches Milan"
Doch Milan-Boss Silvio Berlusconi glaubt daran.
"Der AC Mailand fürchtet keine Mannschaft der Welt, nicht einmal Manchester United. Um zu gewinnen, müssen wir ein großartiges Match abliefern. Wir brauchen ein teuflisches Milan", sagte der italienische Premierminister.
Beckham feiert Rückkehr nach Manchester
Berlusconi setzt zudem auf einen besonders motivierten David Beckham, der erstmals nach sieben Jahren wieder in sein ehemaliges Heimstadion zurückkehren wird: "Er wird vor seinen alten Fans bestimmt seinen ganzen Stolz zeigen wollen." (DATENCENTER: Die Partien des Achtelfinales)
Allerdings ist nicht sicher, ob der frühere ManU-Star Beckham angesichts der Konkurrenz im Mailänder Mittelfeld überhaupt spielen wird.
Rooney rechtzeitig fit
Bei den Hausherren kann Teamchef Alex Ferguson auf "Milan-Schreck" Wayne Rooney zurückgreifen.
Der Stürmer, der im Hinspiel zweimal traf, hat seine Knieproblemen überwunden und ist einsatzbereit.
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