Neapel feiert - Chelsea vor dem Aus
Neapel - Der viermalige englische Meister FC Chelsea steht in der Champions League vor dem Aus.
Im Achtelfinal-Hinspiel unterlagen die Blues beim italienischen Vertreter SSC Neapel mit 1:3 (1:2) und gehen mit einer hohen Hypothek in das Rückspiel am 14. März an der Stamford Bridge. (DATENCENTER: Champions-League-Achtelfinale)
Neapel hatte als Gruppenzweiter hinter dem FC Bayern die Runde der letzten 16 erreicht und dabei Englands Tabellenführer Manchester City hinter sich gelassen.(DIASHOW: Achtelfinale-Hinspiele)
"Wir müssen auf dem Boden bleiben", sagte Neapels Doppeltorschütze Ezequiel Lavezzi nach Abpfiff bescheiden: "Wir sind noch nicht durch, aber wir hoffen, dass wir es schaffen."
Villas-Boas vor dem Aus
Währenddessen nimmt der Druck auf Chelsea-Coach Andre Villas-Boas nach der Niederlage weiter zu: In der Liga sind die Londoner nur Fünfter, im FA-Cup gab es zuletzt nur ein 1:1 gegen Zweitligist Birmingham.
Chelsea ist nun seit fünf Spielen ohne Sieg.
Ein Aus in der Königsklasse könnte den Portugiesen den Job kosten.
Bosingwa muss früh raus
Vor 55.000 Zuschauern im Stadio San Paolo musste Chelsea auf Kapitän John Terry (Knieverletzung) verzichten.
Nach einer Viertelstunde zog sich außerdem noch Verteidiger Jose Bosingwa eine Oberschenkelverletzung zu und musste gegen Ashley Cole ausgetauscht werden.
Dennoch erwischte Chelsea den besseren Start.
Mata nutzt Cannavaro-Patzer
Spaniens Weltmeister Juan Manuel Mata nutzte einen katastrophalen Fehler von Napoli-Kapitän Paolo Cannavaro zum 1:0 (27.).
Der Italiener produzierte einen kapitalen Querschläger an der Strafraumgrenze, Mata schob aus kurzer Distanz eiskalt ein.
Die Italiener fingen sich aber schnell und drehten durch Spielmacher Lavezzi (38.) und Edinson Cavani (45.+2) das Spiel.
Bei beiden Treffern sah die Hintermannschaft der Engländer alles andere als gut aus.
Cole verhindert das 4:1
Nach der Pause agierte Chelsea bei strömendem Regen gegen zunehmend tiefer stehende Italiener dominanter, wurde dann aber bei einem Konter kalt erwischt: Martin Hamsik bereitete vor, der überragende Lavezzi vollendete (65.).
Fast wäre auch noch der vierte Treffer gefallen, doch der eingewechselte Cole verhinderte ein Debakel, als er gegen Christian Maggio auf der Torlinie rettete (81.).
Mazzari nicht auf der Bank
Neapels Trainer Walter Mazzarri musste den Sieg von der Tribüne aus beobachten, da er noch eine Zwei-Spiele-Sperre absitzen muss, nachdem er sich in der Vorrunde mit Villarreals Nilmar eine Rangelei an der Seitenlinie geleistet hatte.
Der Leistung seiner Mannschaft tat dies jedoch keinen Abbruch.
"Hoffentlich kommt er nie zurück", sagte Matchwinnner Lavezzi und lachte.


