"Wir sind nicht im Mädchenpensionat"
München - Nach der Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Achtelfinales in Basel war die Stimmung beim FC Bayern München erwartungsgemäß schlecht.
Präsident Uli Hoeneß gab sich zunächst noch optimistisch, was die Chancen des Rekordmeisters im Rückspiel angeht.
Doch die Frage nach Franck Riberys verweigertem Handschlag für Jupp Heynckes bei der Auswechslung des Franzosen brachte Hoeneß auf die Palme.( DATENCENTER: Champions League)
"Wenn ich auf mich und über das Spiel sauer bin, dann gebe ich eben nicht die Hand. Die Profis regen sich eben auch auf. Wir sind nicht im Mädchenpensionat", schimpfte der Bayern-Boss bei "Sky".(DIASHOW: Achtelfinal-Hinspiele der Champions League )
SPORT1 hat die Stimmen zum Gastspiel der Bayern in der Schweiz.
Uli Hoeneß (Präsident FC Bayern): "Direkt nach dem Spiel macht es wenig Sinn, nach den Gründen zu suchen. Wir müssen nach vorne schauen. Auch wenn ich das Spiel als nicht besonders gut empfunden habe, das Ergebnis hält uns im Rückspiel alle Chancen offen. Die Platzverhältnisse waren schwierig, da war es für Basel mit den langen Bällen einfacher."
"Ich mache mir für das Rückspiel keine Sorgen. Wir sollten jetzt nicht nur Trübsal blasen. Wir müssen Ruhe in den Verein bringen und an uns glauben. Wir dürfen uns nicht die Unruhe von außen eindrücken lassen."
Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender FC Bayern): "Wir sind gerade in keiner einfachen Situation. Wir müssen nun versuchen, das Blatt ganz schnell zu wenden. Gegen Schalke müssen wir jetzt punkten. Im Rückspiel in drei Wochen müssen wir alles in die Waagschale werfen und hochkonzentriert spielen. Ich bin überzeugt, dass die Mannschaft in der Lage ist, die nötigen Tore zu erzielen."
Jupp Heynckes (Trainer FC Bayern): "Franck zeigte Ermüdungserscheinungen. Ich musste in dieser Phase etwas riskieren. Wenn man einen Thomas Müller oder Ivica Olic auf der Bank hat, ist es vollkommen legitim, an einen Wechsel zu denken."
Manuel Neuer: "Wir hatten in der zweiten Halbzeit zu wenige Großchancen. So stellen wir uns unseren Fußball nicht vor. Wir müssen die Dinge, die nicht stimmen, intern ansprechen. Wir haben gerade eine schlechte Phase. Wir müssen offen für Kritik sein, dann wird's auch wieder besser."


