"In so einer Gruppe werden Helden geboren"
München - Gemischte Gefühle bei den deutschen Vertretern nach der Champions-League-Auslosung (Bericht):
Während der Deutsche Borussia Dortmund eine echte Hammergruppe erwischte, blicken Bayern München und Schalke 04 lösbaren Aufgaben entgegen.
Dennoch zeigten sich die Schwarz-Gelben alles andere als schockiert vom Ergebnis der Gruppeneinteilung.
Trainer Jürgen Klopp zeigte sogar große Vorfreude auf den Start in die Gruppenphase am 18./19. September: "Das ist eine spektakuläre Gruppe. Drei von vier Mannschaften haben schon einmal die Champions League gewonnen. Real ist aktuell eine der besten Mannschaften der Welt."
Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung): "Das ist eine unheimlich schwere, aber auch unheimlich attraktive Gruppe mit gleich drei Champions-League-Siegern und dem englischen Meister. Alle vier Teams sind aktuelle Landesmeister. In so einer Gruppe werden Helden geboren. Wir wollen weiterkommen!"
Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das ist eine spektakuläre Gruppe. . Da sollte jeder Fußballer einmal in seinem Leben gespielt haben. Manchester City ist nicht einfach mal so englischer Meister geworden. Da ist unglaublich viel Potenzial in der Truppe. Ajax ist traditionell fußballerisch stark. Aus einer Außenseiterrolle kann man viel erreichen. Wir wollen richtig mit den Weltstars kämpfen."
Michael Zorc (BVB-Sportdirektor): "Das ist die Hammergruppe der diesjährigen Champions-League-Auslosung. Aber genau wie wir erst einmal geschluckt haben, werden dies auch unsere Gegner gemacht haben."
Sebastian Kehl (Borussia Dortmund): "Das ist eine Wahnsinnsgruppe. Viel stärkere Gegner als Madrid und Manchester hätten wir nicht ziehen können. Natürlich ist es immer ein Riesenerlebnis, im Estadio Santiago Bernabeu oder auf englischem Boden spielen zu können. Aber ich hätte mir ehrlich gesagt das eine oder andere leichtere Los erhofft."
Matthias Sammer (Sportvorstand Bayern München):
"Das ist ein mittelschweres Los. Unsere Zielstellung ist klar: Wir wollen in die nächste Runde und zwar als Erster. Bei eigener starker Leistung werden wir uns durchsetzen, in einer schlechten Verfassung bekommt man aber Probleme. Valencia ist eine Topmannschaft in Spanien, wir werden uns gut vorbereiten."
Jupp Heynckes (Trainer Bayern München):
"Das ist sicherlich eine machbare Gruppe für uns – auf dem Papier. Aber die Champions League ist schwierig, da heißt es jeden Gegner zu respektieren. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn es losgeht!"
Philipp Lahm (Bayern München):
"Wir standen im vergangenen Jahr im Finale, da müssen wir die Gruppenphase überstehen. Valencia sehe ich noch als stärken Gegner in dieser Gruppe, allerdings ist es für uns Pflicht, ins Achtelfinale zu kommen - am besten als Gruppenerster."
Bastian Schweinsteiger (Bayern München):
"Man darf zwar keinen Gegner unterschätzen, aber die Gruppe ist für uns auf alle Fälle machbar. Dennoch müssen wir speziell in den drei Auswärtsspielen 100 Prozent geben, sonst könnten wir Probleme bekommen."
Manuel Neuer (Bayern München):
"Valencia wurde vergangene Saison hinter den beiden spanischen Übermannschaften Barcelona und Madrid Dritter, auch Lille hat schon einige Spiele in der Champions League bestritten. Dennoch glaube ich, dass wir mit der Auslosung zufrieden sein können, letztes Jahr war die Gruppe vom Papier her stärker."
Thomas Müller (Bayern München):
"Wir sind Favorit in der Gruppe, unser Ziel muss ganz klar das Weiterkommen sein. Valencia dürfte sicher der schwierigste Gegner in der Vorrunde werden – denn wenn man in der spanischen Liga Dritter hinter Barca und Real wird, dann hat das schon Aussagekraft."
Huub Stevens (Trainer FC Schalke 04): "In der Champions League gibt es keine leichten Gegner. Wir treffen auf den französischen und den griechischen Meister. Dazu kommt Arsenal, ein absoluter Topverein, gegen den wir vor einigen Jahren bereits einmal in der Champions League gespielt haben. Ich freue mich auf das Wiedersehen mit Arsene Wenger und Lukas Podolski, mit dem ich damals beim 1. FC Köln ein Jahr zusammen gearbeitet habe."
Benedikt Höwedes (Schalke 04): "Das ist eine sehr interessante Gruppe. Ganz besonders freue ich mich natürlich auf die beiden Duelle gegen den FC Arsenal. Mit Lukas Podolski und Per Mertesacker spielen zwei Profis dort, mit denen ich mich sehr gut verstehe. Piräus und Montpellier sind schwer einzuschätzen. Dass beide Klubs in ihren Ligen Meister geworden sind, sagt schon einiges aus."
Lewis Holtby (Schalke 04): "Die Gruppe ist der Hammer. Für Kyriakos Papadopoulos geht es in seine Heimat nach Griechenland. Das wird ein ganz besonderes Spiel für ihn im Hexenkessel in Piräus. Und auch bei mir ist die Vorfreude riesengroß. Beim FC Arsenal wollte ich schon immer einmal spielen. Die haben ein tolles Stadion und eine super Mannschaft. Außerdem ist England ja bekanntlich mein Vaterland, das macht es noch reizvoller. Montpellier ist eher ein unbeschriebenes Blatt, aber als französischer Meister bestimmt alles andere als zu unterschätzen."
Christian Fuchs (Schalke 04): "Ich freue mich auf die Gruppe. Ohne Frage werden die Spiele gegen den FC Arsenal die Highlights. Die haben genauso wie wir ein super Stadion mit toller Atmosphäre. Da läuft man als Fußballer natürlich gerne auf. Piräus und Montpellier sind zwei Klubs, die schwer einzuschätzen sind. Beide sind auf jeden Fall starke und gefährliche Gegner, sonst wären sie in ihren Ligen nicht Meister geworden."