Heißes Duell gegen Chelsea: Juves Trumpf heißt Buffon
München/Turin - Gianluigi Buffon liebt solche Spiele.
Wenn der Druck deutlich spürbar ist und jeder Fehler das Aus bedeuten könnte, dann blüht die Torwart-Ikone erst richtig auf.
Dass eine Niederlage im Champions-League-Heimspiel gegen Titelverteidiger FC Chelsea (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER) vielleicht schon das Vorrunden-Aus für Juventus Turin bedeuten würde, stachelt Buffon nur noch mehr an. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
"Wir sind selbstbewusst, denn wir haben nach wie vor alles in eigener Hand", sagte der italienische Nationaltorhüter. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)
Reportern, die angesichts des prominent besetzten Chelsea-Kaders zweifelnde Fragen stellten, entgegnete Buffon mit den immerselben und vor Selbstbewusstsein strotzenden Antworten: "Chelsea hat Spitzenqualität, aber die haben wir auch."
Oder: "Juve ist eine Mannschaft, die jedem Gegner Respekt einflößt."
Buffon knüpft an famose EM an
Dies trifft in erster Linie auf den mittlerweile 34 Jahre alten Buffon zu. Der viermalige Welttorhüter knüpft in der laufenden Saison der Serie A dort an, wo er bei der für ihn und das italienische Team so famosen EM aufgehört hat.
Noch immer ist "Gigi" im Juve-Tor eine sichere Bank, neun Turiner Gegentreffer in 13 Spielen sprechen eine deutliche Sprache.
Kein Wunder, dass sich die "Alte Dame" und der Keeper auf eine vorzeitige Vertragsverlängerung bis 2016 geeinigt haben.
"Müssen uns nur auf uns konzentrieren"
Gegen Chelsea ist Buffon auch als Führungsspieler gefragt. Bei einer Niederlage und einem gleichzeitigen Sieg von Schachtjor Donezk beim noch sieglosen FC Nordsjaelland gäbe es für den italienischen Rekordmeister im neuen Jahr nur noch einen Platz in der Europa League.
"Unsere Chancen stehen gut", sagte Buffon trotzig, "wir müssen uns nur auf uns konzentrieren."
Ein Juve-Sieg könnte wiederum Chelsea in Bedrängnis bringen, auch wenn die Blues das vermeintlich leichte Heimspiel zum Gruppenabschluss gegen Außenseiter Nordsjaelland noch in der Hinterhand haben.
Chelsea-Haussegen hängt schief
Bei den Londonern hängt jedoch der Haussegen schief, nachdem Torhüter Petr Cech der Kragen geplatzt ist.
Der Tscheche hatte seine Vorderleute nach dem 1:2 im Ligaspiel bei West Bromwich Albion in der Kabine lautstark zusammengefaltet. Seine Wortwahl soll dabei nicht gerade druckreif gewesen sein.
Innenverteidiger David Luiz kann den Unmut seines Keepers verstehen. "Es ist normal, dass man nach so einem Ergebnis etwas lauter wird. Wir sind ein großer Klub und hassen es, zu verlieren", sagte der brasilianische Nationalspieler.
Teammanager Roberto Di Matteo kündigte an, gegen Turin zugunsten der Defensive wohl ein paar taktische Änderungen vornehmen zu wollen: "Wir werden das analysieren und vielleicht ein paar unserer Offensiv-Optionen opfern."
Barca setzt auf Offensivstärke
So etwas ist beim FC Barcelona undenkbar. Die spanischen Ballzauberer werden auch beim Auswärtsspiel in Moskau gegen Spartak voll auf ihre Offensivstärke setzen und wollen vorzeitig ins Achtelfinale stürmen. .
Einer hatte jedoch im Vorfeld Passprobleme der etwas anderen Art: Mittelfeldspieler Cesc Fabregas hing bei der Einreise wegen Schwierigkeiten bei der Passkontrolle für ein paar Stunden am Moskauer Flughafen fest.
Reporter berichteten, Fabregas habe für die Reise in die russische Metropole einen falschen Pass mitgenommen.
Nach einiger Wartezeit sei der Fußballprofi jedoch mit einem zeitlich befristeten Visum ausgestattet worden. Seine Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt bereits im Hotel.