Selber schuld
Das Tor zum Viertelfinale stand sperrangelweit offen für Schalke 04. Nur durchgehen mussten die Königsblauen noch - und scheiterten.
Nach dem 1:1 im Hinspiel hätte gegen Galatasaray Istanbul im eigenen Stadion schon ein 0:0 zum Weiterkommen gereicht, zusätzliche Millionen-Einnahmen für den nach wie vor klammen Klub inklusive.
Große Teams lassen sich solche Chancen auf dem Silbertablett nicht entgehen. Doch die Schalker spielten in den entscheidenden Phasen so, als hätten sie gar nicht begriffen, um welch einzigartige Gelegenheit es ging.
Mit solchen Patzern in der Defensive, die schon in der ersten Partie fast zu einer unnötigen Niederlage geführt hätten, kann man auf diesem Niveau eben nicht bestehen.
Und deshalb ist Schalke völlig zu Recht ausgeschieden.
Der K.o. ist umso bitterer, weil Galatasaray eigentlich ein absolut schlagbarer Gegner ist, dessen Stars wie Didier Drogba oder Wesley Sneijder eigentlich nur noch von ihrer ruhmreichen Vergangenheit leben.
Zumal die Pleite auch den Ambitionen der Bundesliga einen herben Dämpfer versetzt, denn so einfach wie diesmal wird es so schnell wohl nicht mehr werden, mit gleich drei Teams in der Runde der letzten Acht vertreten zu sein.
Doch letztlich passt das unnötige Aus zur bisherigen Saison der Schalker: Mit großen Hoffnungen und viel Potenzial gestartet, droht am Ende ein Jahr zum Vergessen.
Gut möglich, dass der Dienstag der vorerst letzte Auftritt der Königsblauen in der Königsklasse gewesen ist. Selber schuld.