Die Klubs schmeißen ihr Geld raus
Hallo Fußball-Freunde,
ich war etwas überrascht von Bayerns Leistung, aber mir war schon vorher klar, dass die Münchner nicht 100 Prozent geben würden.
Die Spieler wollten sich nicht verletzten oder Sperren einhandeln.
Arsenals Offensivspieler hatten ein paar gute Aktionen, doch Bayerns Weiterkommen ist verdient, wenn man beide Partien betrachtet.
Arsene Wenger muss trotz des Aus nicht um seinen Job fürchten. Er wird nie entlassen!
Dafür hat er einen viel zu großen Rückhalt im Klub und einst erzielte er große Erfolge. Doch seit 2005 hat Arsenal nichts mehr gewonnen, eigentlich bräuchte der Klub daher einen Wechsel und neue Impulse.
Zum ersten mal seit 1996 ist kein Premier-League-Team mehr im Viertelfinale vertreten. Die Fans in England überrascht das nicht, sie haben es ja kommen sehen.
Das Lustige ist, es ist jetzt nur noch ein Engländer in der Champions League vertreten: David Beckham mit Paris Saint-Germain. Ein 37-Jähriger, der vor kurzem noch für L.A. Galaxy in Kalifornien spielte.
Für die Premier League bedeutet das einen Weckruf, wie auch Wenger feststellte. Die Premier League ist nicht mehr so stark wie vor fünf Jahren, als sie ganz klar die beste Liga Europas war. Andere Länder und Klubs wie Bayern haben enorm aufgeholt.
Den englischen Klubs tut es vielleicht gut zu erfahren: Sie zahlen Riesengehälter, aber sie haben kein göttliches Recht im Viertelfinale dabei zu sein.
Chelsea hat im Vorjahr die Champions League gewonnen, aus meiner Sicht war das jedoch nur totales Glück. Die Blues waren mit Sicherheit nicht das beste Team Europas, nutzten aber ihre Chance.
Die Krise der Premier League bezieht sich aus meiner Sicht nicht nur auf das Abschneiden in der Champions League. Ich sehe wirklich viele Liga-Spiele und muss zugeben, da waren grausame Partien dabei.
Vor allem die Defensivarbeit lässt im Allgemeinen zu wünschen übrig. Sogar Tabellenführer Manchester United, der zwölf Punkte vor dem Zweiten ManCity liegt, hat schon 31 Gegentore kassiert. Es ist einfach keine gute Spielzeit in diesem Jahr, die englischen Klubs haben es somit auch in Europa nicht besser verdient.
Die Klubs zahlen zudem für Durchschnittsspieler einfach viel zu viel Geld.
Ein Beispiel: Der Tabellenletzte Queen Park Rangers überweist dem Keeper Julio Cesar 140.000 Euro pro Woche. Oder Bobby Zamora bekommt bei den Rangers 90.000 Euro pro Woche, der Stürmer hätte bei den meisten Bundesliga-Teams keine Chance!
Die Klubs schmeißen zum Teil auf dumme Weise ihr Geld raus. Vielleicht hilft künftig das Financial Fair Play der UEFA etwas.
Viele Grüße
Euer Charlie Wyett
Charlie Wyett arbeitet für die "Sun" und verfolgt seit 1998 als Arsenal-Reporter die Entwicklung des Klubs aus Nordlondon.

