Ein Trikottausch als Sinnbild
Hätte, wäre, wenn. Hinterher ist man immer schlauer.
Das gilt auch für Leverkusens Niederlage gegen den FC Barcelona.
Hätte Manuel Friedrich den Ball nicht hoch nach vorn geköpft, wäre Lionel Messi nicht an den Ball und zu seinem Pass gekommen, mit dem er das 0:1 einleitete.
Wenn Bayer schon in der ersten Halbzeit so mutig nach vorn gespielt hätte, wie nach der Pause, wäre das Spiel vielleicht anders ausgegangen.
Wahrscheinlich hätte Barcelona trotzdem gewonnen, aber die Superstars aus Katalonien waren nicht frei von Fehlern.
Vor allem in der Abwehr, wie man beim 1:1 sehen konnte.
Bayer nutzte da endlich seine körperlichen Vorteile, und auch bei schnellen Kombinationen, wie vor Gonzalo Castros Pfostenschuss, geriet Barca in Schwierigkeiten.
Dass der Titelverteidiger mit einem beruhigenden 3:1-Vorsprung ins Rückspiel geht, hatte er wieder einmal in erste Linie der individuellen Klasse seines Superstars zu verdanken.
Mit Messi das Trikot zu tauschen schien für einige Bayer-Profis allerdings auch die vordringlichste Aufgabe des Abends zu sein.
Schon in der Halbzeit sicherte sich Friedrich das Hemd des Argentiniers im Stil eines Fans oder Autogrammjägers - ein echtes No Go!
Für Leverkusen wäre mehr möglich gewesen als sich einen Fetzen Stoff zu sichern.
Dazu hätten die Bayer-Profis aber von Anfang an ihre Ehrfurcht ablegen müssen.
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