Die Münchner Polizei musste rund um das Endspiel der Champions League zwischen dem FC Bayern und Chelsea 143 Personen festnehmen.
Bei den Vorkommnissen "handelte es sich eher um Kleinkram", erklärte ein Polizeisprecher, Schwerverletzte habe es aber nicht gegeben. Die Bandbreite reichte von Schwarzfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Verkauf von gefälschten Trikots, dem Zünden von Knallkörpern bis zur Körperverletzung.
12 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Von 30 Personen wurden die Personalien festgestellt. Darüber hinaus wurden von der Polizei gegen zwei Personen Ortsverbote für die Veranstaltungsbereiche ausgesprochen.
Auch Taschendiebe trieben ihr Unwesen: Insgesamt wurden 29 Diebstähle angezeigt, neun mutmaßliche Langfinger festgenommen.
Ein kurioser Vorfall ereignete sich an Feldherrenhalle: Ein Engländer kletterte dort auf eine der großen Figuren geklettert, kam alleine aber nicht mehr herunter und steckte in ca. 15 Meter Höhe fest. Er musste durch die Feuerwehr geborgen werden.
Bei der Heimreise der Anhänger beider Teams rechnet die Polizei nicht mit Problemen: "Ein großer Teil der Besucher ist gestern Abend schon wieder nach Hause gefahren."
Durch die Sondergenehmigung zum Nachtstart seien bereits 16 der 30 Sondermaschinen nach England schon wieder weg, bestätigte ein Flughafensprecher. Die Fans von der Insel "waren fröhlich und viele sehr stark alkoholisiert", ernsthafte Probleme habe es aber nicht gegeben.


