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Guiseppe Rossi ist mit zwei Toren maßgeblich am italienischen Erfolg beteiligt © getty

Der Weltmeister dreht gegen zehn Amerikaner das Spiel. Ein Ex-Münchner macht das Tor für USA. Luca Toni wird nur eingewechselt.

Tshwane/Pretoria - Weltmeister Italien hat einen Fehlstart in den Confed Cup noch gerade abgewendet: In ihrem Auftaktspiel der Gruppe B feierte die Squadra Azzurra gegen die fast eine Stunde in Unterzahl spielende USA einen 3:1 (0:1)-Erfolg.

Der in den USA geborene Giuseppe Rossi, der in der 58. Minute 102 Sekunden nach seiner Einwechselung sowie in der vierten Minute der Nachspielzeit traf, sowie Daniele de Rossi (72.) sorgten nach einem 0:1-Halbzeitrückstand für die Wende.

Damit steuert der viermalige WM-Champion auf Halbfinalkurs und kann im nächsten Spiel beim WM-Testturnier in Südafrika am 18. Juni in Johannesburg gegen Afrika-Meister Ägypten schon alles klar machen.

Die Amerikaner treffen in ihrem nächsten Turnierspiel wieder in Tshwane/Pretoria am 18. Juni auf Rekord-Weltmeister Brasilien (4:3 gegen Ägypten).

Pech war auch dabei

Vor 25.000 Zuschauern im Loftus-Versfeld-Stadion sorgte der ehemalige Münchner Landon Donovan per Foulelfmeter in der 41. Minute für das Führungstor der Amerikaner, die ab der 32. Minute in Unterzahl spielen mussten. (117760Die Bilder des Confed-Cups)

Ricardo Clark sah wegen eines groben Foulspiels an Gennaro Gattuso die Rote Karte. Dem Strafstoß zur US-Führung ging eine Attacke von Giorgio Chiellini an Jozy Altidore voraus.

Pech hatten die Italiener in der 38. Minute, als Jonathan Bornstein ins eigene Tor traf, aber Schiedsrichter Pablo Pozo (Chile) zuvor auf Abseits erkannte.

Die Amerikaner, die auch im zehnten Vergleich einen Länderspielsieg gegen Italien verpassten, zeigten eine überzeugende Leistung und keine Angst vor den großen Namen der Italiener.

Bradley ein Aktivposten

Weltmeister-Coach Marcello Lippi hatte den Münchner Torjäger Luca Toni bis zur 69. Minute auf der Bank gelassen.

Dagegen stand der Gladbacher Michael Bradley, Sohn von US-Coach Bob Bradley, in der Anfangsformation der Amerikaner. Der Mittelfeldspieler gehörte zu den Aktivposten bei den US-Boys.

Er schaltete sich immer wieder ins Offensivspiel seiner Mannschaft ein und besaß schon in der 26. Minute eine erste Chance, konnte den Ball allerdings nicht kontrollieren. So kam es zu einem Kullerball, der Gianluigi Buffon vor keine Probleme stellte.

In der 42. Minute prüfte Bradley Italiens Torhüter-Ikone allerdings mit einem Schuss aus 22 Metern, den der Keeper nur mit Mühe parierte. Zuvor hatte bereits Altidore (30.) mit einem Solovorstoß Gefahr heraufbeschworen.

Sein Schuss wurde allerdings von Chiellini noch abgewehrt.

Italiener scheitern an Howard

Die Italiener machten zunächst einen müden Eindruck, ihnen schien die Spritzigkeit am Ende einer langen Saison zu fehlen. Bereits im Vorfeld hatte Gattuso darüber geklagt, dass seiner Mannschaft möglicherweise die Frische fehlen könnte.

Das Spiel der Azzurri wirkte im ersten Durchgang insgesamt zu statisch und leicht kalkulierbar.

Gefahr wurde zunächst hauptsächlich nach Standardsituationen heraufbeschworen. Der sichere US-Torwart Tim Howard war jedoch auf dem Posten. So klärte er in der elften Minute gegen Alberto Gilardino.

Abwehrspieler Nicola Legrottaglie (20./29.) tauchte zweimal vor dem gegnerischen Gehäuse auf, scheiterte jedoch jeweils.

Die Kräfte ließen nach

Erst in den zweiten 45 Minuten wurde der WM-Champion stärker, erarbeitete sich Chancen und schaffte verdient die Wende. Neben den beiden Toren besaß Vincenzo Iaquinta (68.) eine weitere hochkarätige Möglichkeit.

Bei den Amerikanern ließen am Ende die Kräfte nach.

Die herausragenden Kräfte im US-Team waren Howard und Bradley. Aufseiten der Italiener gefielen Legrottaglie, Rossi und Andrea Pirlo gefallen.

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