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Bernard Parker erzielte beide Treffer Südafrikas zum 2:0 gegen Neuseeland © getty

Der Europameister quält sich gegen robuste Iraker ins Halbfinale. Die Gastgeber feiern den ersten Sieg und träumen von mehr.

Rustenburg/Bloemfontein - Europameister Spanien steht im Halbfinale des Confed Cups, Gastgeber Südafrika nimmt Kurs auf die Vorschlussrunde:

Während die "Furia Roja" durch ein 1:0 (0: 0) gegen den Irak in Bloemfontein den 14. Länderspielsieg in Folge feierte und den Weltrekord einstellte, gelang "Bafana, Bafana" mit dem 2:0 (1:0) in Rustenburg gegen Neuseeland der von den Fans so heiß ersehnte erste Dreier bei der Mini-WM.

Bernard Parker (21./52. ) sicherte den Erfolg, die "Kiwis" sind dagegen bereits vorzeitig in der Gruppe A gescheitert.

Die Spanier, die außerdem seit 34 Spielen ungeschlagen sind, stellten die Sieg-Bestmarke von Brasilien, Frankreich und Australien ein.

David Villa (54.) sorgte mit seinem 30. Länderspieltreffer für die Entscheidung gegen den Asienmeister, der zum Auftakt Südafrika ein torloses Remis abgetrotzt hatte. Spanien war mit einem 5:0 gegen Neuseeland in die WM-Generalprobe gestartet. (Spanien souverän - Südafrika mit Problemen)

Villa macht das Tor des Tages

"Die Iraker haben es uns nicht einfach gemacht, die Räume waren sehr eng. Aber wichtig ist, dass wir im Halbfinale stehen", sagte der spanische Nationaltrainer Vicente Del Bosque, der ankündigte, im letzten Vorrundenspiel gegen Südafrika am Samstag (ab 20.30 Uhr LIVESCORES) einige Akteure zu schonen.

Nach Flanke von Joan Capdevila war Villa per Kopf zum Tor des Tages erfolgreich und ist jetzt der zweitbeste spanische Nationalmannschaftstorschütze nach Raul (Real Madrid/44 Treffer).

"Torverhinderer" Parker trifft

Gastgeber Südafrika wurde Im Royal-Bafokeng-Stadion von Rustenburg wieder frenetisch von den Anhänger mit ihren Vuvuzelas, den ohrenbetäubenden Tröten, gefeiert. 117760(Die Bilder vom Confed Cup)

"Bafana" war klar spielbestimmend und kam durch Parkers Doppelpack, jeweils auf Vorlage von Tsepo Masilela, zu den Treffern. Gegen den Irak hatte der Doppel-Torschütze noch eine Riesenchance seines Teams zunichte gemacht, als er unfreiwillig auf der Torlinie rettete.

In der 32. Minute war Parker, der bei Roter Stern Belgrad spielt, bereits auf dem Weg zum 2:0. Doch sein Schuss nach einem Sololauf wurde vom neuseeländischen Torwart Glen Moss glänzend pariert.

Durch die Rückkehr des Ex-Dortmunders Steven Pienaar in die Anfangsformation gewann das südafrikanische Offensivspiel deutlich an Format. Nun reicht gegen die Iberer zum Vorrunden-Abschluss ein Punkt zum Weiterkommen.

Stammeskönig kauft 10.000 Tickets

Nach der harschen Kritik von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatten die Gastgeber zudem alle Register gezogen, um die Stadien zu füllen. 11568(DIASHOW: Die WM-Stadien)

Der König des Bafokeng-Stammes, auf dessen Land die WM-Arena von Rustenburg liegt, kaufte für das zweite Spiel der Gastgeber 10.000 Tickets und verteilte sie an Kinder und Jugendliche. Trotzdem war die Arena (Fassungsvermögen 42.000 besucher) mit 36.598 Fans nicht komplett gefüllt.

Torres diesmal ohne Tor

In Bloemfontein tat sich Spanien lange sehr schwer. Die Iraker standen in der Verteidigung sicher.

Coach Del Bosque, der seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr zum zwölften Sieg im zwölften Spiel kam, hatte seine Mannschaft gegenüber dem Neuseeland-Spiel auf vier Positionen verändert. Gerard Pique, Carlos Marchena, Santi Cazorla und Juan Manuel Mata kamen neu in die Mannschaft, dafür wurden unter anderem Carles Puyol und Cesc Fabregas geschont.

Der EM-Titelträger bestimmte das Geschehen, allerdings wirkten die Aktionen nicht immer zwingend genug. So konnte sich EM-Held Fernando Torres, dem gegen Neuseeland innerhalb von zwölf Minuten ein Hattrick gelungen war, nicht wie gewohnt in Szene setzen. Er besaß nur zwei Tormöglichkeiten (17./66.).

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