vergrößernverkleinern
Bernard Parker (l.) markiert sein zweites Tor gegen Neuseeland © getty

Der südafrikanische Stürmer macht seinen Fauxpas aus dem Auftaktspiel gegen Irak wieder gut. Spaniens Rekordjagd geht weiter.

Rustenburg/Bloemfontein - Erst Trottel, jetzt Liebling der Nation - Südafrikas Nationalspieler Bernard Parker macht beim Confed Cup in seiner Heimat ein unglaubliches Wechselbad der Gefühle durch.

Beim enttäuschenden 0:0 zum Auftakt gegen den Irak verhinderte er mit seinem Allerwertesten auf der gegnerischen Torlinie den Siegtreffer für "Bafana, Bafana".

Am Mittwochabend war der 23 Jahre alte Offensivspieler von Roter Stern Belgrad aber der Held und sorgte im Alleingang mit einem Doppelpack (21./52.) für den 2:0 (1:0)-Erfolg in Rustenburg gegen Neuseeland. (Spanien im Halbfinale - Südafrika auf Kurs)

"Meine Mannschaftskameraden haben mich nach dem, was am Sonntag passiert ist, unterstützt und mir zugeredet. Als der Trainer die Anfangsformation für das Neuseeland-Spiel bekanntgab und ich meinen Namen gesehen habe, hat mir das Selbstvertrauen gegeben", sagte Parker.

"So konnte ich das Geschehene hinter mir lassen." Bei seiner Auswechslung in der 82. Minute wurde er mit Standing Ovations verabschiedet. 117760(Die Bilder vom Confed Cup)

Die 36.598 "Bafana"-Fans im Royal-Bafokeng-Stadion tanzten und sangen die kompletten 90 Minuten, ließen außerdem die Zigtausend Vuvuzelas, die lärmenden Plastiktröten, ertönen. 11568(DIASHOW: Die WM-Stadien)

"Ein neues Bafana-Kapitel"

"Das war besser! Parker sorgt für die Wende", titelte die Zeitung "The Citizen" am Donnerstag. Die Schlagzeile im Star lautete: "Parker schreibt ein neues Bafana-Kapitel." Der WM-Gastgeber, der einen Stotterstart in die Mini-WM hingelegt hatte, steuert nun Kurs in Richtung Halbfinale.

Allerdings müssen sich die Schützlinge von Trainer Joel Santana zum Vorrundenabschluss am Samstag in Mangaung/Bloemfontein mit dem bereits für das Semifinale qualifizierten Europameister Spanien auseinandersetzen.

"Bafana" reicht schon ein Punkt zum Weiterkommen, kann allerdings bei einer Niederlage noch vom Irak (gegen Neuseeland) überflügelt werden. "Wir werden versuchen, auch in diesem Match unser Spiel zu spielen", äußerte der brasilianische Coach der Südafrikaner.

Spanische Serie geht weiter

Die Spanier hatten auch im zweiten Turnierspiel durch das 1:0 (0:0) gegen Asienmeister Irak ihren Siegeszug fortgesetzt. Die Iberer feierten dank eines Kopfballtreffers von David Villa (54.) den 14. Sieg in Folge. Damit wurde der Weltrekord von Brasilien, Frankreich und Australien eingestellt.

"Villa erlegt einen würdigen Gegner", titelte "As" und "Marca" schrieb: "Villa findet als Einziger die Lücke." Durch sein 30. Länderspieltor macht der Angreifer des FC Valencia nun Jagd auf Raul (Real Madrid/44 Länderspieltreffer).

Möglicherweise spielen beide ja kommende Saison zusammen bei den Königlichen, auch wenn Villa den Transfer zu Real nach dem Irak-Spiel nicht bestätigen wollte: "Ich habe für mich meine Entscheidung getroffen. Mein Berater arbeitet aber noch an letzten Details."

Lob von Del Bosque

Neben Real ist auch der FC Barcelona am Torjäger interessiert. Die Ablöse soll sich zwischen 40 und 50 Millionen Euro bewegen.

"David kann in jeder Mannschaft dieser Welt spielen", lautete der knappe Kommentar des spanischen Coaches Vicente del Bosque, der sich zum Marktwert seines Schützlings nicht äußern wollte. Der Erfolgstrainer will seine Erfolgsserie von zwölf Siegen in zwölf Spielen weiter ausbauen.

Und sollte es gegen die Südafrikaner keine Niederlage geben, würde die "Furia Roja" sogar den Rekord der brasilianischen Selecao von 35 Spielen ohne Niederlage einstellen; der Weltverband FIFA hatte bei dieser Bestmarke allerdings verlorene Elfmeterschießen der Südamerikaner nicht als Niederlage gewertet.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel