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Robinho (r.) erzielte gegen die USA den Treffer zum 2:0 © getty

Nach dem deutlichen Sieg gegen die USA ist die Selecao für das Duell mit Italien gerüstet. Der Weltmeister will Revanche.

Pretoria - Nach der beeindruckenden Fußball-Samba gegen die USA (Brasilien so gut wie weiter) gehen die brasilianischen Ballzauberer mit breiter Brust in das Gipfeltreffen gegen Weltmeister Italien.

"Wir können jetzt nicht den Fuß vom Gaspedal nehmen, dann sehen wir schlecht aus", sagte 65-Millionen-Euro-Mann Kaka und mahnte im Duell beim Confed Cup gegen die Squadra Azzurra am Sonntag (ab 20.15 Uhr LIVE) in Tshwane/Pretoria 100-prozentiges Engagement an.

Zwar würde schon ein Unentschieden zum Gruppensieg für die Selecao reichen, aber der neue Star von Real Madrid will auch das dritte Vorrundenspiel erfolgreich gestalten: "Ich hoffe natürlich auf einen Sieg von uns, aber es wird nicht einfach." Der Noch-Milan-Profi trifft erstmals in einem Länderspiel auf Italien.

Letztes Duell im Februar

Letztmals standen sich beide Teams im Februar dieses Jahres im Stadion des FC Arsenal in London gegenüber.

Der fünfmalige WM-Titelträger aus Brasilien behielt mit 2:0 die Oberhand und beendete damals die Erfolgsserie von Italiens Weltmeister-Coach Marcello Lippi, der während seiner beiden Amtszeiten in Diensten des italienischen Verbandes 31 Länderspiele in Folge ungeschlagen geblieben war.

"Man weiß nie, was passiert"

Vier Italien-Legionäre gehörten der brasilianischen Mannschaft beim überzeugenden 3:0 (2:0) gegen die USA in Tshwane/Pretoria an. (DATENCENTER: Der Confed Cup)

Torwart Julio Cesar von Inter Mailand weiß, dass die Azzurri, die überraschend gegen Afrikameister Ägypten 0:1 verloren und am Sonntag zum Siegen verdammt sind, "auf Revanche sinnen. (Ägypten schafft Sensation gegen Italien)

Nach dem letzten Duell haben die meisten von ihnen gesagt, dass wir uns hier in Südafrika ja wiedersehen". Coach Dunga formulierte ebenfalls vorsichtig: "Es treffen zwei starke Teams aufeinander, da weiß man nie, was passieren kann." 117760(Die Bilder des Confed-Cups)

Lucio will freien Tag

Die Länderspielbilanz zwischen beiden Fußball-Großmächten spricht knapp für die Südamerikaner, die von 13 Duellen sechs für sich entscheiden konnten und fünf verloren (21:19 Tore).

Um den Kopf vor dem Prestigekampf frei zu bekommen, bat Kapitän Lucio von Bayern München im Namen der Mannschaft um einen freien Freitag, weil Kaka und Co. nach zwei WM-Qualifikationsspielen und dem Auftritt in Südafrika schon seit dem 1. Juni zusammen sind.

Die brasilianischen Medienvertreter in Südafrika wurden zudem gebeten, den Selecao-Stars nicht hinterherzuschnüffeln...

Mehr Konzentration

Gut tat den Brasilianern vor dem USA-Spiel das vom Teamdoktor verordnete "Pyjama-Training".

"Wir konnten uns ausruhen und besser auf die Gegebenheiten einstellen", analysierte der ehemalige Stuttgarter Bundesliga-Profi Dunga.

Mittelfeldspieler Gilberto Silva hat im Vergleich zum 4:3-Stotterstart gegen Ägypten (Kaka rettet Brasilien - Zidan glänzt) eine höhere Konzentration ausgemacht: "Vor allem in der Defensive stehen wir besser, und das Spiel ohne Ball klappt vorzüglich."

Samba statt Vuvuzelas

Ein Thema im brasilianischen Team sind auch die lärmenden Vuvuzelas, die in Südafrika so populären Plastiktröten, die bei den Confed-Cup-Spielen für eine enorme Geräuschkulisse sorgen. (Vuvuzelas: Wundertröten oder Ärgernis?)

"Man kann Dunga nicht verstehen und auch nicht die Mitspieler. Es stört schon. Besser wäre ein anderes Instrument. Oder Samba. Dieses Horn nervt", sagte Robinho von Manchester City.

Sein Coach Dunga gibt dem Weltverband FIFA in diesem Fall Handlungsfreiheit: "Es ist nicht meine Entscheidung. Man muss Pro und Contra abwägen. Ich bin sicher, die FIFA wird die richtige Entscheidung treffen." FIFA-Boss Joseph S. Blatter sieht keine Handhabe, die Vuvuzelas im Hinblick auf die WM 2010 zu verbieten.

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