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Gianluigi Buffon dübitierte mit 19 Jahren im Tor der italienischen Nationalmannschaft © getty

Während die älteste Mannschaft des Turniers gegen Brasilien die Blamage noch abwenden will, plant Ägypten den nächsten Coup.

Pretoria/Rustenberg - Den italienischen "Mumien" droht die Abreise, Ägyptens Helden träumen vom nächsten Coup:

Beim Vorrundenfinale des Confed-Cups in Südafrika könnte der Weltmeister schon auf der Strecke bleiben.

Ausgerechnet gegen Brasilien (ab 20.15 Uhr LIVE) muss die alte Garde der Azzurri neues Leben zeigen, wenn sie nicht schon vor dem Halbfinale nach Hause fliegen will.

"Wir sind keine Mumien", meinte Torhüter Gianluigi Buffon, nachdem die heimische Presse die älteste Mannschaft des Turniers nach der historischen 0:1-Pleite gegen Ägypten so genannt hatte (Jubel um Ägypten - Spott für Italien).

Italien muss gewinnen

"Wir waren schwach, das ist wahr. Aber wir können es noch schaffen. "

Um doch noch in die Runde der letzten Vier vorzustoßen, muss der Weltmeister in Pretoria möglichst mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Titelverteidiger Brasilien gewinnen 117760(Die Bilder zum Confed-Cup).

Ansonsten könnten die "Pharaonen" den Italienern mit einem deutlichen Sieg zeitgleich in Rustenburg gegen die USA (ab 20.30 Uhr ) zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen einen dicken Strich durch die Rechnung machen und selbst ins Halbfinale einziehen.

Ägypten ohne Zidan

"Wir haben großes Selbstbewusstsein", sagte Ägyptens Bundesliga-Profi Mohamed Zidan vor dem Fernduell, das allerdings ohne den Angreifer stattfinden wird. Der Spieler von Borussia Dortmund muss auf Grund einer Oberschenkelverletzung passen.

Co-Trainer Shawky Gharib erklärte: "Wir haben die gleichen Chancen wie Brasilien oder Italien. Wir haben es selbst in der Hand. Wenn wir hoch gewinnen, ist es egal, was die anderen machen."

Der sechsmalige Afrikameister hat die schlechtere Tordifferenz gegenüber den punktgleichen Azzuri (je drei Zähler). Brasilien (6) reicht bereits ein Unentschieden zum Weiterkommen, die Amerikaner (0) haben nur noch theoretische Chancen (DATENCENTER: Spielplan Confed-Cup).

Robinho droht den Italienern

Doch mit einem Remis will sich die Selecao nicht begnügen. Stümerstar Robinho drohte den Italienern bereits, die 3:0-Gala gegen die USA (Brasilien so gut wie weiter) sei noch nicht das Maximum gewesen:

"Wir haben gut gespielt, aber wir werden in den nächsten Spielen noch steigern." Trainer Dunga war indes mit den Fortschritten gegenüber dem mühsamen 4:3 zum Auftakt gegen Ägypten schon sehr zufrieden:

"Wir haben den Ball sehr schnell zirkulieren lassen. Das ist unser Spiel", sagte der frühere Bundesliga-Profi.

In der Heimat massiv unter Beschuss

In Italien sind derweil die Weltmeister von 2006, auf die Trainer Marcello Lippi noch immer setzt, massiv unter Beschuss geraten.

"Der Catenaccio funktioniert nicht mehr", urteilte die Sporttageszeitung "Tuttosport" über die löchrige Defensive, der auch Kapitän Fabio Cannavaro keine Stabilität verleihen konnte.

Als "leblos" und "lahm" beschrieben die Gazetten zudem die Offensive um Mittelfeldstar Andrea Pirlo.

Toni erneut nur auf der Bank

Lippi, dem das Festhalten an der alten Garde vorgeworfen wird, glaubt dennoch an ein Happy End in Südafrika.

"Die Leistungen waren enttäuschend", gab der Trainerfuchs zu: "Aber die Mannschaft wird in der Lage sein, eine neue Harmonie zu entwickeln."

Zu dieser neuen Harmonie wird aller Voraussicht nach Bundesliga-Star Luca Toni erneut nicht beitragen dürfen.

Buffon glaubt an Wende

Der Bayern-Stürmer, der auch gegen Ägypten nach seiner Einwechslung enttäuschte, wird wohl wieder auf der Bank sitzen.

Auch Buffon glaubt noch an eine Wende.

"Wir dürfen keine Hochrechnungen anstellen und schauen, was anderswo passiert", sagte der Torhüter: "Wir müssen selbst gewinnen und zeigen, dass wir mit einem der Top-Favoriten für die WM im nächsten Jahr mithalten können."

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