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Luca Toni fordert Engagement gegen Brasilien - ob er spielt ist noch nicht sicher © imago

Die Italiener fühlen sich bei der Ehre gepackt und müssen gegen Kaka und Co. nach vorne spielen - ein Vorteil für die Selecao?

Von Mathias Frohnapfel

München - Er klingt ein wenig trotzig, und auch der Stolz des Weltmeisters ist herauszuhören.

"Wir können gegen Brasilien gewinnen", sagt Luca Toni vor der entscheidenden Gruppenpartie im Confed Cup am Sonntag (ab 20.15 Uhr LIVE).

Allerdings gibt er mit Blick auf die 0:1-Niederlage gegen Ägypten (Ägypten schafft Sensation gegen Italien) zu: "Wir müssen jetzt ehrlich zu uns sein und so engagiert auftreten wie gegen Ägypten in der zweiten Hälfte."

Allerdings brauchen die Azzurri in Pretoria einen Sieg mit zwei Toren Unterschied, um sicher im Halbfinale zu stehen.

Toni bisher ohne Impulse

Denn ansonsten könnten die Ägypter mit einem deutlichen Erfolg zeitgleich in Rustenburg gegen die USA an der Seite von Brasilien in die Runde der letzten Vier vorrücken. (Brasilien so gut wie weiter)

Ob der Bayern-Stürmer selbst in der Schlagerpartie von Anfang an dabei sein wird, ist noch offen.

Auch nach seiner Einwechslung im Match gegen Ägypten konnte er kaum Impulse setzen.

Dennoch verlangt Toni von seiner Mannschaft "una grande partita" ("eine großartige Partie"). Die "Squadra azzurra" müsse, erklärt der Stürmer mit Gardemaß, endlich wieder "wie Italien" auftreten. (DATENCENTER: Der Confed Cup)

Italiener bei der Ehre gepackt

Was Toni meint, ist klar. Das Spiel der Italiener wirkte jüngst oft statisch und ausrechenbar, hatte kaum Überraschungselemente und die lange Zeit hochgelobte Abwehr konnte den Siegtreffer der Ägypter gleichfalls nicht verhindern.

Jedoch dürften die Italiener bei der Ehre gepackt sein in einem solchen Alles-oder-nichts-Spiel. 117760(Die Bilder des Confed-Cups)

Auch bei der Europameisterschaft 2008 schafften sie im letzten Gruppenspiel gegen Frankreich einen Sieg und zogen noch ins Viertelfinale ein.

Italien offensiv - Vorteil für Brasilien?

Auf der anderen Seite fühlen sich die brasilianischen Profis herausgefordert, die in der Serie A spielen.

Inters Keeper Julio Cesar sagt: "Ich erwarte eine offensivere italienische Mannschaft. Das ist für Brasilien aber ein Vorteil."

Auch gegen Chile, Venezuela und Uruguay habe Brasilien in der WM-Qualifikation gesiegt, obwohl diese Teams mutig nach vorn gespielt hätten.

Sollte Italien wirklich vehement angreifen, mutmaßt Cesar, könnten Spieler wie Robinho und Kaka eiskalt die Lücken nutzen.

Kaka fühlt sich "sehr italienisch"

Kaka, der sechs Jahre für Milan spielte und nun zu Real Madrid wechselt, gesteht vor dem Klassiker seine Nervosität. (Kaka rettet Brasilien - Zidan glänzt)

"Ich spiele jetzt nicht mehr in dieser Liga, aber nach sechs Jahren in Mailand fühle ich mich sehr italienisch. Für mich ist das nicht irgendeine Partie. Ich danke dem Land und Milan, die mich damals gut aufgenommen haben."

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