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Ägyptens Spieler zelebrieren den 3:0-Sieg im zweiten Spiel gegen Italien © getty

Vehement dementiert der ägyptische Verband die angeblichen Damen-Besuche - und fordert eine Entschuldigung der Zeitungen.

München - Der ägyptische Verband hat nochmals energisch die Berichte über den Besuch von Prostituierten im Mannschaftsquartier der Auswahl des Afrikameisters beim Confed Cup in Südafrika dementiert.

Laut südafrikanischen Medienberichten, die sich auf Polizeiaussagen stützen, hätten einige Spieler nach dem 1:0-Triumph gegen Weltmeister Italien am vergangenen Donnerstag die Damen des horizontalen Gewerbes auf ihr Zimmer mitgenommen.

Die Prostituierten sollen angeblich für den Diebstahl von umgerechnet 1800 Euro bei den ägyptischen Spielern verantwortlich sein.

"An den Haaren herbeigezogen"

"Wir weisen diese Veröffentlichungen auf das Energischste zurück. Diese Berichte sind eine Schande, unanständig und an den Haaren herbeigezogen", sagte der ägyptische Delegationsleiter Mahmoud Taher.

Seiner Meinung nach hätten die Veröffentlichungen am vergangenen Sonntag auch Einfluss auf das schwache Spiel der "Pharaonen" zum Abschluss der Confed-Cup-Vorrunde gegen die USA (0: 3) in Rustenburg gehabt.

Durch die glatte Niederlage waren die Ägypter trotz des Sieges gegen die "Squadra Azzurra" und einer guten Vorstellung gegen Rekord-Weltmeister Brasilien (3:4) ausgeschieden.

Entschuldigung gefordert

"Wir kommen aus einem sehr religiösen Land, unsere Spieler sind sehr religiös, und wir verfügen über ein sehr diszipliniertes Team", sagte Taher und brach eine Lanze für die Mannschaft um den Dortmunder Profi Mohamed Zidan.

Die Ägypter drohten mit einer Klage gegen die südafrikanischen Zeitungen, die die Meldungen publiziert hatten.

Taher: "Wir fordern eine förmliche Entschuldigung der Zeitungen für ihre unkorrekte Berichterstattung."

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