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Bernard Parker will auch gegen Brasilien wieder jubeln - wie hier gegen Neuseeland © getty

Brasiliens "magisches Dreieck" will auch gegen Südafrika wieder zuschlagen. Der Gastgeber hat jedoch "nichts zu verlieren".

Johannesburg - Für "Bafana Bafana" ist es das Spiel der Spiele, für Kaka und Co. nur eine Zwischenstation: Ins Halbfinale beim Confederations Cup gehen die ungleichen Gegner Südafrika und Brasilien mit ganz unterschiedlichen Gefühlen.

"Ich kann gar nicht beschreiben, wie wundervoll es ist, in diesem Spiel zu stehen", sagte Mittelfeldspieler Benson Mhlongo vor dem Duell mit dem Rekordweltmeister am Donnerstag (ab 20.15 Uhr LIVE und live im DSF) im Ellis Park von Johannesburg: "Dies ist ein großer Tag für uns, ein Moment, den die Nation feiert."

Weit weniger pathetisch sehen die Brasilianer die nächste bunte und laute Vuvuzela-Party der Gastgeber.

Brasiliens "magisches Dreieck"

Das Endspiel am Sonntag gegen die USA und den möglichen dritten Triumph beim Confed-Cup nach 1997 und 2005 hat der Weltfußballer von 2007 schon im Blick - vor allem weil das "magische Dreieck" der Selecao derzeit Fußball vom Allerfeinsten bietet. (USA schalten Spanien aus)

Spielmacher Kaka und die beiden Stürmer Robinho und Luis Fabiano sorgten mit ihren blitzschnellen Angriffen nicht nur für das größte Spektakel bei der Mini-WM, sondern auch für acht der zehn Tore der Selecao (Brasilien schießt Italien raus) .

"Wir haben vorne super Potenzial", lobt Kapitän Lucio von Bayern München das Trio, "sie sind eine große Gefahr für jeden Gegner." 121937(Die Bilder zum Confed-Cup)

Südafrika hat nichts zu verlieren

In der Tat: In den vergangenen neun Spielen des fünfmaligen Weltmeisters standen die Drei sechsmal zusammen auf dem Feld. Heraussprangen 23 Tore für den Südamerikameister.

"Können wir sie stoppen?", fragte sich Mhlongo und machte sich selbst und seinem Team Mut: "Gegen diese Spieler haben wir nichts zu verlieren. Wir wollen der Nation beweisen, dass wir unseren Job erledigen können."

"Geschichte kann sich wiederholen"

Zuversicht ziehen die WM-Gastgeber von 2010 nicht nur aus der starken zweiten Halbzeit beim 0:2 im letzten Vorrundenspiel gegen Europameister Spanien, sondern auch aus zwei zurückliegenden Duellen mit Brasilien. (DATENCENTER: Der Confed-Cup)

Vor elf Jahren führten "Bafana Bafana" in einem Freundschaftsspiel in Johannesburg zur Halbzeit 2:0 gegen den damaligen Weltmeister mit Rivaldo und Bebeto, verloren am Ende aber noch 2:3.

"Das ist eine enorme Motivation für uns", meinte Mhlongo: "Geschichte kann sich wiederholen. Aber es liegt allein an uns."

Sieg bei Olympia macht Mut

Noch mehr Mut machen sollte ein anderes Resultat. "Wir haben sie schon einmal geschlagen", erinnerte sich der Bielefelder Torhüter Rowen Fernandez, "bei den Olympischen Spielen 2000."

In Australien siegten "Bafana Bafana" 3:1, neben Fernandez gehörten damals auch der heutige Kapitän Aaron Mokoena, Abwehrspieler Matthew Booth und Ersatzspieler Brian Baloyi zum Team.

Für Brasilien waren von der aktuellen Selecao Lucio und Schlussmann Julio Cesar dabei.

Santana gegen sein Heimatland

Ein besonderer Höhepunkt ist das Halbfinale für Südafrikas Trainer Joel Santana. Der 60-Jährige tritt gegen sein Heimatland an.

"Ich bin Brasilianer, mit viel Stolz und Liebe, aber ich muss jetzt meine Arbeit verteidigen, das Land, das mich unter einer Vielzahl von Trainern ausgewählt hat", sagte Santana.

Aus seinem großen Traum machte er aber kein Geheimnis: "Nur ein einziges Mal auf der Bank der brasilianischen Nationalelf sitzen und mein Land repräsentieren..."

Dunga lobt einen "der großen in Brasilien"

Sein Gegenüber Dunga findet nur lobende Worte für seinen früheren Förderer.

"Er ist einer der Großen in Brasilien, einer der Fachkundigsten", sagt der Selecao-Chef: "Wir spielen aber nicht gegen Joel, sondern gegen Südafrika."

Beide arbeiteten 1987 bei Vasco da Gama in Rio zusammen. Dunga stand am Anfang einer glänzenden Spielerkarriere, die er 1994 als Kapitän der brasilianischen Weltmeister-Elf krönte.

Für Santana war es die zweite von bislang 27 Trainerstationen.

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